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Themenbereich: Haushalte und Familien, Mikrozensus und freiwillige Haushaltsbefragungen

Der Mikrozensus, eine Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik


Der Mikrozensus wird gemeinsam von den Statistischen Ämtern der Länder und dem Statistischen Bundesamt durchgeführt. Die organisatorische und technische Vorbereitung obliegt dem Statistischen Bundesamt, die eigentliche Erhebung und Erhebungsaufbereitung wird von den Statistischen Ämtern der Länder durchgeführt, in Niedersachsen durch das LSN.

Für den Mikrozensus gibt es eine eigene Rechtsgrundlage (PDF, 298 KB), das "Gesetz zur Durchführung einer Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt sowie die Wohnsituation der Haushalte (Mikrozensusgesetz 2005 - MZG 2005)".

Daten zum Mikrozensus wurden erstmals im Jahre 1957 erhoben, seit 1968 ist die Arbeitskräftestichprobe der Europäischen Union in den Mikrozensus integriert. Die Haushalte werden durch ein mathematisch-statistisches Zufallsverfahren ausgewählt und dann im Regelfall vier aufeinanderfolgende Jahre befragt. Jährlich ist ca. 1 % der Bevölkerung in die Erhebung einbezogen.

Die Fragen bestehen aus einem Grund- und einem Ergänzungsprogramm. Während die Fragen des Grundprogramms jährlich gleich bleiben, werden die Fragen des Ergänzungsprogramms in einem vierjährigen Turnus gestellt. Darüber hinaus gibt es das sogenannte ad-hoc Modul, das nur bei einem Teil der Haushalte zum Einsatz kommt.

Die Fragen des Grundprogramms erstrecken sich neben Fragen zur Person (Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit) schwerpunktmäßig auf die Bereiche Familie und Haushaltszusammenhang, Erwerbstätigkeit, Arbeitssuche, allgemeine und berufliche Ausbildung und Lebensunterhalt.

Im Ergänzungsprogramm werden die Themen Migration, Wohnsituation, Gesundheit und Pendlereigenschaften/-Merkmale erhoben.

Das ad-hoc Modul ist Teil der Arbeitskräftestichprobe und soll aktuell auftretende Themen im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt abdecken. Nur jeder zehnte Haushalt im Mikrozensus wird jährlich zu den Themen des ad-hoc Moduls befragt.

Für die meisten Fragen besteht eine Auskunftspflicht seitens der Haushalte, gleichwohl sind einige Auskünfte freiwillig.

Aufgrund des Stichprobenumfangs und der Breite der erhobenen Merkmale bietet der Mikrozensus wie keine andere Haushaltserhebung eine Basis für Auswertungen zu sozioökonomischen und demografischen Fragestellungen. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und nicht zuletzt der Öffentlichkeit als Grundlage für Entscheidungen, Analysen und objektiver Meinungsbildung. Aktuelle Fragestellungen wie beispielsweise zu Menschen mit Migrationshintergrund, Ursachen und Ausmaß für Erwerbslosigkeit, Wirkung des demografischen Wandels und vieles andere mehr können detailliert statistisch beschrieben und analysiert werden.

Der Mikrozensus, eine Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik

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