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Auftragseingänge im 1. Halbjahr 2017: Ein Plus von 1% zum Vorjahreszeitraum

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen



Datum: 02. August 2017
Nummer 54/17


HANNOVER. Für das abgelaufene 1. Halbjahr 2017 ergab sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 mit einem Auftragsplus von 1% insgesamt eine leicht positive Entwicklung. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) wurde diese Entwicklung von einem Zuwachs der Inlandsbestellungen um 5% getragen. Die Auslandsaufträge gingen dagegen um 3% zurück.

Die niedersächsische Industrie musste im Juni 2017 allerdings deutliche Einbußen bei den Auftragseingängen hinnehmen. Die Bestellungen gingen im Vergleich zum Juni des Jahres 2016 um 10% zurück. Die Nachfrage nach niedersächsischen Industrieprodukten im Ausland sank um 18%. Die Inlandsbestellungen waren um 1% rückläufig. Der Auftragsrückgang traf besonders die Hersteller von Investitionsgütern (-17%), die Aufträge an die Vorleistungsgüterproduzenten konnten dagegen gegenüber dem Vorjahresniveau um 3% zulegen. Bei der Interpretation der Daten ist zu berücksichtigen, dass der Vergleichsmonat Juni 2016 von Großaufträgen im sonstigen Fahrzeugbau geprägt war.

In den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen war die Entwicklung im Juni 2017 uneinheitlich. Steigende Nachfrage im Vergleich zum Juni 2016 gab es für die Metallerzeugung und -bearbeitung (+14%), den Maschinenbau (+7%) und die Herstellung von Metallerzeugnissen (+4%). Die chemische Industrie (-6%), die Herstellung von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen (-4%) und die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-1%) mussten rückläufige Bestellungen hinnehmen.

Tabelle und Grafiken


Methodische Hinweise:
Vorleistungsgüter:
Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.
Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).



Kontakt:
Herr Rode, Tel. 0511 9898-3335
Herr Kaiser, Tel. 0511 9898-3336

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