Rückgang der niedersächsischen Industrieinvestitionen im Jahr 2016 | Landesamt für Statistik Niedersachsen
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Rückgang der niedersächsischen Industrieinvestitionen im Jahr 2016

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen



Datum: 14. November 2017
Nummer 90/17


HANNOVER. Die niedersächsischen Industriebetriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen investierten im Jahr 2016 über 5,5 Milliarden Euro in Bauten, Grundstücke, Maschinen und Geschäftsausstattung. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) gingen die Investitionsausgaben um 5,5% gegenüber dem Vorjahreswert (5,8 Milliarden Euro) zurück.

Mit rund 35% Anteil am Gesamtinvestitionsvolumen ist die „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen" erneut die mit Abstand investitionsstärkste Branche in Niedersachsen. Im Vorjahr betrug ihr Anteil noch rund 42%, jedoch gingen im Jahr 2016 die Investitionen um 529 Millionen Euro (-21,5%) auf 1,9 Milliarden Euro zurück. Ohne Berücksichtigung dieses Bereichs wären die Investitionen im Jahr 2016 sogar leicht um 212 Millionen Euro gestiegen.

Die „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln" sorgte mit 664 Millionen Euro (+3,0%) auch 2016 wieder für den zweithöchsten Anteil an den niedersächsischen Investitionen. Danach folgten in einer ähnlichen Größenordnung die „Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren" mit 341 Millionen Euro (+5,3%), der Bereich „Maschinenbau" mit 329 Millionen Euro (-0,9%) sowie die „Herstellung von Metallerzeugnissen" mit 320 Millionen Euro Investitionen. Insbesondere im Bereich der „Herstellung von Metallerzeugnissen" gab es ein besonders deutliches Investitionswachstum von 25,3%.

Einen beträchtlichen Anstieg der Investitionsausgaben verzeichnete außerdem die „Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen" mit einem Zuwachs auf 124 Millionen Euro (+67,5%) sowie der Bereich „Sonstiger Fahrzeugbau" mit 247 Millionen Euro (+18,8%).

Mit knapp 4,7 Milliarden Euro flossen 85,2% des niedersächsischen Investitionsvolumens in Ausrüstungsgüter, dazu gehören Maschinen, maschinelle Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Im Vergleich zum Jahr 2015 sanken die Investitionen in Ausrüstungsgüter allerdings um rund 400 Millionen Euro (‑7,8%).

Die übrigen 818 Millionen Euro, also 14,8% des Investitionsvolumens, wurden für den Erwerb von Immobilien ausgegeben. Davon entfielen allein 788 Millionen Euro auf den Kauf von Grundstücken mit Gebäuden, das waren 79 Millionen Euro (+11,1%) mehr als im Jahr 2015.


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