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Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen

Zahl der Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz stark zurückgegangen

Datum: 8. September 2009
Nummer 62/09

Hannover. Ende 2008 erhielten in Niedersachsen 17 605 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), die so genannten Regelleistungen. Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) mitteilt, entspricht dies einem Rückgang um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich der seit dem Jahr 2003 ununterbrochen bestehende Abwärtstrend fort. Damals gab es noch 30 326 Regelleistungsempfänger, vor 10 Jahren sogar noch 42 348.

Die Bruttoausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz betrugen im Jahr 2008 rund 103 Millionen Euro. Sie sind damit um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Vergleich zu 2003 bedeutet dies sogar einen Rückgang um 33 %.

Die Empfänger verteilten sich auf 8 512 Haushalte. 71 Prozent von ihnen bezogen Grundleistungen in Form von Sachleistungen, Wertgutscheinen oder Geldleistungen, die übrigen 29 Prozent erhielten Hilfe zum Lebensunterhalt. 41 Prozent der Regelleistungsempfänger waren minderjährig, nur 9 Prozent 50 Jahre und älter.

Die meisten Regelleistungsempfänger stammen aus Europa (44 %) oder Asien (40 %). Fast jeder Dritte ist serbischer oder montenegrinischer Staatsangehöriger (29 %), 8 Prozent haben die türkische Staatsangehörigkeit.

Neben den Regelleistungen erhielten 7 123 Menschen besondere Leistungen nach dem AsylbLG. Bei den besonderen Leistungen, die die Empfänger im Allgemeinen zusätzlich zu den Regelleistungen erhalten, handelt es sich überwiegend um Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt.

Detaillierte Ergebnisse der Asylbewerberleistungsstatistik sind in der Juli-Ausgabe der Statistischen Monatshefte Niedersachen enthalten, die als kostenfreier Download unter http://www.nls.niedersachsen.de/Monatsheft/MH_07_2009.pdf verfügbar ist.

Nähere Angaben finden Sie zusätzlich auch in unserer Online-Datenbank im Internet unter http://www1.nls.niedersachsen.de/Statistik.

Ansprechpartner:
Herr Krüger, Tel. (0511) 9898-2216
Frau Zufall, Tel. (0511) 9898–2213

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© Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Hannover 2009.
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

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Sie erreichen uns auch per E-Mail: Poststelle@lskn.niedersachsen.de

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