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Auftragseingänge im Juli 2026: Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im Vergleich zum Vorjahr um 8% gestiegen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 091 vom 04.09.2026


  • Auslandsbestellungen mit Plus von 17%
  • Nachfrageplus im sonstigen Fahrzeugbau (+68%)
  • 9% weniger Bestellungen als im Juni 2026

HANNOVER. Im Juli 2026 verzeichnete die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg. Laut Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) waren die preisbereinigten Bestellungen von niedersächsischen Industriegütern um 8% höher als im Juli 2025. Die Inlandsbestellungen verringerten sich um 1%, die Auslandsnachfrage stieg um 17%. Die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Plus von 6%, die Bestellungen von Verbrauchsgütern verringerten sich um 21%.

In den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Bestellungen wie folgt: Verglichen mit dem Juli 2025 stieg die Nachfrage unter anderem im Maschinenbau (+5%), in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+16%) sowie im sonstigen Fahrzeugbau (+68%). Nachfragerückgänge wurde unter anderem in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-3%) und in der Herstellung von Metallerzeugnissen (-10%) verzeichnet.

Im Vergleich zum Vormonat (Juni 2026) verringerte sich die Gesamtnachfrage nach Industriegütern um 9%. Die inländischen Bestellungen nahmen um 12% ab, die ausländischen Bestellungen gingen um 6% zurück. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern und Investitionsgütern fiel preisbereinigt um 3% bzw. 12%.



Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe Niedersachsens im Monat Juli 2026 (xlsx)


Grafik zur Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe (xlsx)

Methodische Hinweise:
Ab Januar 2022 werden die Auftragseingänge preisbereinigt veröffentlicht. Grundlage der Indexberechnung ist die Wertsumme für die in einem Berichtsmonat festakzeptierten Aufträge. Diese werden nach den Absatzrichtungen Inland und Ausland unterschieden. Diese Wertsumme wird zu dem entsprechenden Ergebnis für den Monatsdurchschnitt im Basisjahr in Beziehung gesetzt und bildet den Wertindex für einen Wirtschaftszweig. Zur Berechnung des hier genutzten Volumenindex wird noch eine Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes bzw. den Ausfuhrpreisindizes zur Preisbereinigung vorgenommen.

Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Hanna Sophia Uecker, Tel. 0511 9898-1017
Franziska Große, Tel. 0511 9898-3320


Über das Landesamt für Statistik Niedersachsen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt auf gesetzlicher Grundlage rund 290 Statistiken zu verschiedenen Themen wie Bevölkerung und Haushalte, Bildung, Erwerbstätigkeit, Finanzen, Wirtschaft und Handel, Industrie oder Umwelt und Energie. Das LSN bietet damit neutrale, verlässliche und fachlich unabhängige Informationen für das Land Niedersachsen, seine Regionen und Kommunen, die mit anderen deutschen und europäischen Daten vergleichbar sind. Diese stehen Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern zu Informations- und Planungszwecken sowie als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung.

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

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