Auftragseingänge im Mai 2026: Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im Vergleich zum Vorjahr um 3% gesunken
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 065 vom 03.07.2026
- Inlandsbestellungen fielen um 9% gegenüber dem Vorjahresmonat
- Nachfrageplus in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+8%)
- 13% weniger Bestellungen als im April 2026
HANNOVER. Im Mai 2026 verzeichnete die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang. Laut Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) waren die preisbereinigten Bestellungen von niedersächsischen Industriegütern um 3% niedriger als im Mai 2025. Die Inlandsbestellungen verringerten sich um 9%, die Auslandsnachfrage stieg dagegen um 3%. Die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Minus von 6%, die Bestellungen von Verbrauchsgütern legte um 3% zu.
In den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Bestellungen wie folgt: Verglichen mit dem Mai 2025 stieg die Nachfrage unter anderem in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+8%). Nachfragerückgänge wurde unter anderem in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-5%) und im Maschinenbau (-7%) verzeichnet.
Im Vergleich zum Vormonat (April 2026) verringerte sich die Gesamtnachfrage nach Industriegütern um 13%. Die inländischen Bestellungen nahmen um 19% ab, die ausländischen Bestellungen gingen um 7% zurück. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern und Investitionsgütern fiel preisbereinigt um 10% bzw. 14%.
| Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe Niedersachsens im Monat Mai 2026 (xlsx) |
||
| Grafik zur Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe (xlsx) |
||
Methodische Hinweise:
Ab Januar 2022 werden die Auftragseingänge preisbereinigt veröffentlicht. Grundlage der Indexberechnung ist die Wertsumme für die in einem Berichtsmonat festakzeptierten Aufträge. Diese werden nach den Absatzrichtungen Inland und Ausland unterschieden. Diese Wertsumme wird zu dem entsprechenden Ergebnis für den Monatsdurchschnitt im Basisjahr in Beziehung gesetzt und bildet den Wertindex für einen Wirtschaftszweig. Zur Berechnung des hier genutzten Volumenindex wird noch eine Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes bzw. den Ausfuhrpreisindizes zur Preisbereinigung vorgenommen.
Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.
Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).
Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.
Kontakt:
Franziska Große, Tel. 0511 9898-3320
Hanna Sophia Uecker, Tel. 0511 9898-1017
Über das Landesamt für Statistik Niedersachsen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt auf gesetzlicher Grundlage rund 290 Statistiken zu verschiedenen Themen wie Bevölkerung und Haushalte, Bildung, Erwerbstätigkeit, Finanzen, Wirtschaft und Handel, Industrie oder Umwelt und Energie. Das LSN bietet damit neutrale, verlässliche und fachlich unabhängige Informationen für das Land Niedersachsen, seine Regionen und Kommunen, die mit anderen deutschen und europäischen Daten vergleichbar sind. Diese stehen Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern zu Informations- und Planungszwecken sowie als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung.
| Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht. |
Herausgeber:
© 2026 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover
Telefon: 0511 9898-1016
Telefax: 0511 9898-991016
E-Mail: pressestelle@statistik.niedersachsen.de
https://www.statistik.niedersachsen.de
Mastodon: Norden.social/@Statistik_NI
Bluesky: @statistik.niedersachsen.de
XING: xing.to/LSN
Hinweise zum Datenschutz
| Journalistische Anfragen richten Sie bitte an den oben genannten Kontakt. |
