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Die Baupreise für Wohngebäude in Niedersachsen sind im Mai 2026 um 4,2% gestiegen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 064 vom 02.07.2026


  • Preisanstieg für den Neubau von Wohngebäuden deutlich höher als im Februar 2026
  • Überdurchschnittliche Preissteigerungen bei Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten
  • Teuerung beim Straßenbau weiterhin auf hohem Niveau

HANNOVER. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk) sind im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,2% gestiegen. Dieser Anstieg ist damit der stärkste seit November 2023 (+4,2%). Im Februar 2026, dem vorherigen Berichtsmonat, hatte der Preisanstieg im Vorjahresvergleich noch 2,8% betragen. Nach Auskunft des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) erhöhte sich der Baupreisindex für den Neubau von Wohngebäuden gegenüber Februar 2026 um 2,1% und lag im Mai 2026 bei 140,2 (Basisjahr 2021 = 100).

Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden um 4,2% teurer
Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,2% an. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Beton- und Mauerarbeiten. Gegenüber Mai 2025 erhöhten sich die Preise für Betonarbeiten um 2,6% und für Mauerarbeiten um 3,5%. Besonders hohe Preissteigerungen gab es bei Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten (+8,4%) sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten (+7,3%). Auch Erdarbeiten (+6,2%), Dachdeckungsarbeiten (+6,1%), Klempnerarbeiten (+5,5%) und Abdichtungsarbeiten (+5,4%) lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden um 4,4% gestiegen
Die Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden lagen im Mai 2026 um 4,4% über dem Vorjahresniveau. Starke Preiserhöhungen wurden bei Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (+7,8%), raumlufttechnischen Anlagen (+6,9%) und Verglasungsarbeiten (+6,7%) verzeichnet. Neben Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+4,7%) zählen Metallbauarbeiten (+5,0%) und Tischlerarbeiten (+5,8%) zu den anteilsstärksten Bauarbeiten. Die Preise für Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige und Förderanlagen (–1,4%) sind im Vergleich zu Mai 2025 gesunken.

Preise für weitere Bauwerksarten deutlich gestiegen
Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) stiegen im Mai 2026 im Vorjahresvergleich um 5,0%, die Preise für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 4,6% an.

Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Preise für den Neubau von Bürogebäuden um 4,5% und für den Neubau von gewerblichen Betriebsgebäuden um 4,2% an. Die Preise für den Straßenbau lagen um 6,0% über dem Niveau von Mai 2025 und blieben – wie bereits in den vorherigen Berichtsmonaten – auf hohem Niveau.


Tabellen und Abbildungen zu den Baupreisen stehen im Internetangebot des LSN bereit

Methodische Hinweise:
Mit dem Berichtsmonat August 2024 wurden die Indizes der Bauleistungspreise auf das neue Basisjahr 2021=100 umgestellt. Die Umstellung auf ein neues Basisjahr erfolgt turnusmäßig in der Regel alle fünf Jahre. Im Rahmen der Umbasierung kam es zu Anpassungen bei der Bezeichnung einiger Bauleistungen (beispielsweise bei den Nieder- und Mittelspannungsanlagen, die nun als Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen bezeichnet werden). Zudem wurden 10 neue Bauleistungen in die der Berechnung zugrundeliegenden Wägungsschemata aufgenommen. Mit der Umstellung wurden alle Indizes ab August 2021 unter Berücksichtigung der aktualisierten Wägungsschemata neu berechnet. Die auf der alten Basis 2015 ermittelten Preisindizes verlieren damit ihre Gültigkeit.

Kontakt:
Mert Yilmaz, Tel. 0511 9898-2370
Sebastian Fischer, Tel. 0511 9898-2351


Über das Landesamt für Statistik Niedersachsen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt auf gesetzlicher Grundlage rund 290 Statistiken zu verschiedenen Themen wie Bevölkerung und Haushalte, Bildung, Erwerbstätigkeit, Finanzen, Wirtschaft und Handel, Industrie oder Umwelt und Energie. Das LSN bietet damit neutrale, verlässliche und fachlich unabhängige Informationen für das Land Niedersachsen, seine Regionen und Kommunen, die mit anderen deutschen und europäischen Daten vergleichbar sind. Diese stehen Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern zu Informations- und Planungszwecken sowie als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung.

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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