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Zahl der angemeldeten Prostituierten und Prostitutionsgewerbe in Niedersachsen 2025 weiter gestiegen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 094 vom 15.09.2026


  • 304 erlaubnispflichtige Prostitutionsgewerbe in Niedersachsen
  • 2.827 gültig angemeldete Prostituierte
  • Europäische Staatsangehörige bilden mit 77,9% die größte Gruppe

HANNOVER. Zum Jahresende 2025 waren in Niedersachsen 304 Erlaubnisse für ein Prostitutionsgewerbe nach dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) gültig. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, entsprach dies einem Anstieg von 3,1% gegenüber dem Vorjahr.

Darüber hinaus verfügten zum Stichtag 2.827 Personen über eine gültige Anmeldebescheinigung gemäß Prostituiertenschutzgesetz. Damit stieg die Zahl der angemeldeten Prostituierten gegenüber dem Vorjahr um 6,4%.

Von den Prostituierten waren 94 Personen zwischen 18 und 20 Jahren alt (+2,2%), 1.951 Personen gehörten der Altersgruppe von 21 bis 44 Jahren an (+2,8%) und 782 Personen waren 45 Jahre oder älter (+17,1%). Seit 2021 ist in allen Altersgruppen ein kontinuierlicher Anstieg der gültigen Anmeldebescheinigungen zu beobachten.

Die Mehrheit der angemeldeten Prostituierten besaß keine deutsche Staatsangehörigkeit. Von den 2.436 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammten 2.203 aus europäischen Staaten. Damit stellten europäische Staatsangehörige (ohne deutsche Staatsangehörige) mit einem Anteil von 77,9% an allen angemeldeten Prostituierten erneut die größte Gruppe in Niedersachsen. Am häufigsten waren rumänische (839 Personen), bulgarische (500 Personen) und ungarische (248 Personen) Staatsangehörige vertreten.

Bei den Erlaubnissen für ein Prostitutionsgewerbe handelte es sich wie bereits in den Vorjahren überwiegend um Prostitutionsstätten beziehungsweise Bordelle (275). Darüber hinaus wurden 23 Erlaubnisse für Prostitutionsfahrzeuge sowie 6 Erlaubnisse für Prostitutionsvermittlungen erfasst.

Die Zahl der angemeldeten Prostituierten und der Prostitutionsgewerbe in Niedersachsen hat sich in den vergangenen Jahren weiter erhöht und nähert sich wieder den vor der Corona-Pandemie beobachteten Werten an. Einen detaillierten Überblick über die Entwicklung der angemeldeten Prostituierten und der Prostitutionsgewerbe in Niedersachsen bieten die aktualisierten Tabellen.

Methodische Hinweise:

Seit 2017 werden auf Grundlage des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) bzw. der Prostitutionsstatistikverordnung (ProstStatV) Daten zur legalen Prostitution in Deutschland erfasst.

Die Erhebungen nach dem Prostituiertenschutzgesetz werden als sekundärstatistische Vollerhebungen durchgeführt. Grundlage sind die bei den zuständigen Behörden geführten Verwaltungsvorgänge. Die zuständigen Behörden übermitteln die entsprechenden Angaben an die amtliche Statistik.

Da die Erhebungen auf Verwaltungsdaten beruhen, können ausschließlich angemeldete Prostituierte und erlaubnispflichtige Prostitutionsgewerbe erfasst werden. Informationen zur illegalen Prostitution sind nicht Bestandteil der Erhebungen.


Kontakt:
Max Schneider, Tel. 0511 9898-1041
Ole Rust-Bourehil, Tel. 0511 9898-2232


Über das Landesamt für Statistik Niedersachsen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt auf gesetzlicher Grundlage rund 290 Statistiken zu verschiedenen Themen wie Bevölkerung und Haushalte, Bildung, Erwerbstätigkeit, Finanzen, Wirtschaft und Handel, Industrie oder Umwelt und Energie. Das LSN bietet damit neutrale, verlässliche und fachlich unabhängige Informationen für das Land Niedersachsen, seine Regionen und Kommunen, die mit anderen deutschen und europäischen Daten vergleichbar sind. Diese stehen Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern zu Informations- und Planungszwecken sowie als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung.

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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