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Mehr als 75.000 Personen erhielten Ende 2016 Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen



Datum: 5. September 2017
Nummer: 72/17



HANNOVER. Am Stichtag 31.12.2016 bezogen in Niedersachsen 75.401 Personen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilte, ging die Zahl der Leistungsbeziehenden damit im Vergleich zu 2015 um ein Viertel zurück.

Vor allem die Zahl der Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die vom Land als überörtlichen Träger vorwiegend in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht waren, sank von 23.085 Personen im Jahr 2015 auf 3.149 im vergangenen Jahr (-86%). Bei der Unterbringung durch die Landkreise und kreisfreien Städte in Gemeinschaftsunterkünften oder in Wohnungen (dezentrale Unterbringung) ging die Zahl der Personen nur leicht zurück. Im Jahr 2016 wurden von den Kreisen 72.252 Empfängerinnen und Empfänger versorgt, dies entspricht einem Rückgang um 8% (2015: 78.166 Personen). Im gleichen Zeitraum stieg die Dauer des durchschnittlichen Leistungsbezugs von 8,6 Monaten auf 15,8 Monate.

Von den Leistungsbeziehenden waren 48.170 männlich und 27.231 weiblich. Das Durchschnittsalter betrug 23,5 Jahre. Über ein Drittel der Leistungsbeziehenden waren Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Gerade einmal 5 % der Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem AsylbLG waren 50 Jahre und älter.

Über 70% der Leistungsbeziehenden (53.315 Personen) hatten eine Aufenthaltsgestattung. Geduldet waren 10.635 Personen (14%) und weitere 5.940 Personen (8%) wurden „ohne Angabe" zur Statistik gemeldet. Diese Gruppe schließt auch die Personen mit einer Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BüMA) ein, zum Stichtag 31.12.2015 hatten noch 13.152 Personen diesen aufenthaltsrechtlichen Status. Zudem wurden für das vergangene Jahr 2.667 Personen gemeldet, die vollziehbar zur Ausreise verpflichtet waren, 363 Männer und Frauen mit einer Aufenthaltserlaubnis, 279 Personen, die sich im laufenden Verfahren eines Folge- bzw. Zweitantrags befanden sowie 2.202 Familienangehörige.

Die mit Abstand meisten Asylsuchenden kamen 2016 aus Syrien (14.377), Afghanistan (11.900) und dem Irak (11.564). Zum Jahresende 2015 wurden noch 29.078 Leistungsberechtigte aus Syrien gezählt. Im Jahr 2015 stammten 9.155 Personen aus Afghanistan und 11.972 Personen aus dem Irak.


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Kontakt:
Frau Köhler, Tel: 0511 9898-2242
Herr Mann, Tel: 0511 9898-2216


Methodischer Hinweis:
Statistisch erfasst werden Leistungsbeziehende am 31.12 eines jeden Jahres. Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen Personen, die sich in Deutschland zu dem Zweck aufhalten, Asyl zu erlangen. Mit einer Anerkennung des Asylbegehrens endet der Leistungsbezug nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Damit werden die Personen in der Asylbewerberleistungsstatistik nicht mehr erfasst.


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Herausgeber:
© 2017 Landesamt für Statistik Niedersachsen
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Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

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Journalistische Anfragen richten Sie bitte an die o. g. Auskunftgebenden.


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