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50 % der deutschen Muscheln stammt aus niedersächsischer Erzeugung

Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen


Datum: 5. Juli 2012
Nummer 55/12



Hannover. Im Jahr 2011 wurden in den 193 produzierenden niedersächsischen Aquakulturbetrieben 12 486 t Fische, Krebs- und Weichtiere erzeugt. Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) mitteilte, entfällt auf die Muscheln dabei mit 10 250 t der größte Anteil. In Schleswig-Holstein wird in etwa die gleiche Menge Muscheln „geerntet“. Darüber hinaus wurden in Niedersachsen 1 023 t Forellen, 123 t Karpfen und 654 t Europäischer Aal produziert.

Nachdem in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele Fischarten in Nord- und Ostsee überfischt wurden und die weltweiten Fischbestände drastisch zurückgegangen sind, wird die Aquakultur als Alternative zum klassischen Wildfang immer wichtiger. In Niedersachsen ist sie vor allem geprägt von der Forellenzucht in Teichen, Becken und Fließkanälen, der Karpfenteichwirtschaft und der Miesmuschelkultur in der Nordsee. Aber auch die Erzeugung von Aal, Wels, Hecht und Zander in Kreislaufanlagen spielt in Niedersachsen eine Rolle.

188 niedersächsische Betriebe erzeugen insgesamt 2 200 t Speisefische in Aquakultur. 96 % der Produktion wird in 48 Betrieben erzeugt, die jeweils mehr als 5 000 kg Fisch pro Jahr ernten. Der Großteil der Betriebe (60 %) erzeugt jährlich weniger als 1 000 kg Fisch. Immerhin 8 Betriebe in Niedersachsen bewirtschaften ihre Aquakultur vollständig oder teilweise ökologisch und erzeugten insgesamt 87,5 t Fisch.

Die Muscheln werden in der Regel über den Großhandel - Muschelauktion im niederländischen Yerseke - vermarktet. Die Fische werden dagegen nur etwa zur Hälfte ebenfalls über den Großhandel weiterverkauft; weitere 14 % werden unverarbeitet direkt an die Verbraucher abgegeben und jeweils 8 % gehen an die Gastronomie und den Einzelhandel. Knapp 20 % der Fische werden zunächst im eigenen Betrieb weiterverarbeitet.

Vergleichszahlen zu früheren Jahren gibt es noch nicht: Die Aquakulturbetriebe wurden im Jahr 2011 aufgrund einer EU-Anforderung erstmals nach Ihrer Produktionsstruktur und den erzeugten Mengen an Fischen, Krebs- und Weichtieren sowie Algen befragt. Die Erhebung erfolgt in Zukunft jährlich.

Hier finden Sie eine Grafik sowie zwei Tabellen mit detaillierten Informationen zu den Aquakulturen in Niedersachsen.


Weitere Auskünfte erteilen:
Frau Sauer, Tel. 0511 9898-2464


Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2012 Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen
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Telefon: +49 (0) 511 9898-1125
Telefax: +49 (0) 511 9898-4132

E-Mail: pressestelle(at)lskn.niedersachsen.de
http://www.lskn.niedersachsen.de


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