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Auftragseingänge im Februar 2020: Nachfrage sank im Vergleich zum Vorjahr um 7%

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 038 vom 02.04.2020



Hannover. Die niedersächsische Industrie musste im Februar 2020 rückläufige Auftragseingänge hinnehmen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilt, gingen die Bestellungen im Vergleich zum Februar des Jahres 2019 um 7% zurück. Die Nachfrage nach niedersächsischen Industrieprodukten im Inland sank um 13%. Die Auslandsbestellungen waren um 2% rückläufig. Die Auftragseingänge für Investitionsgüter erzielten ein Minus von 11%, die Nachfrage nach Vorleistungsgütern blieb geringfügig unter dem Vorjahresniveau (-1%).

In den umsatzstarken niedersächsischen Industriebranchen verlief die Entwicklung im Februar 2020 überwiegend rückläufig. Weniger Auftragseingänge im Vergleich zum Februar 2019 verbuchten die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-15%), die Herstellung von Metallerzeugnissen (-11%) und die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-3%). Der Maschinenbau und die Metallerzeugung und -bearbeitung verblieben auf Vorjahresniveau. Die chemische Industrie konnte dagegen, getragen von Auslandsbestellungen, im Vergleich zum Februar 2019 ein kräftiges Auftragsplus (+9%) verzeichnen.

Die Auftragseingänge dokumentieren zeitnah einen global vernetzten Handelsmarkt. Im Februar 2020 gab es in Niedersachsen noch keine erkennbaren Einflüsse der Corona-Epidemie auf die Auftragseingänge.

Tabelle und Grafik:
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Methodische Hinweise:
Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter:
Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Uwe Rode, Tel. 0511 9898-3335
Wolfgang Kaiser, Tel. 0511 9898-3336

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
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Telefax: 0511 9898-991125

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