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Große regionale Unterschiede bei der künftigen Entwicklung der Einwohnerzahlen

Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen


Datum: 4. November 2010
Nummer 73/10

Hannover. Bis 2031 wird die Bevölkerung des Landes Niedersachsen voraussichtlich um -6,4 % zurückgehen. Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) mitteilt, werden am 1.1.2031 nur noch 7 442 242 Menschen in Niedersachsen leben. Die Entwicklung wird aber regional ganz unterschiedlich verlaufen. In der Landeshauptstadt Hannover, den kreisfreien Städten Braunschweig und Oldenburg sowie in 7 Landkreisen wird die Zahl der Einwohner voraussichtlich ansteigen. In allen anderen Regionen des Landes wird sie mehr oder weniger stark schrumpfen. Diese Ergebnisse resultieren aus der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen.

Der höchste relative Zuwachs der Bevölkerungszahl wird für das Oldenburger Münsterland erwartet: Im Landkreis Vechta rechnet man mit einem Zuwachs von über 20 %, im Landkreis Cloppenburg mit einem Plus von fast 13 %. Des Weiteren können die Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim, Harburg, Lüneburg und Osterholz Bevölkerungsgewinne am 01.01.2031 aufweisen.

In den Landkreisen Goslar, Helmstedt, Northeim, Osterode am Harz, Holzminden und Lüchow-Dannenberg sowie der Stadt Salzgitter wird mit einem sehr starken Rückgang der Einwohnerzahl von über 20 % gerechnet. Alle diese Gebiete liegen im Süden und Osten des Landes. Die Einwohnerzahl wird voraussichtlich am stärksten in der kreisfreien Stadt Salzgitter abnehmen, wo eine Verringerung von fast 29 % vorhergesagt wird. Mit einem sehr hohen Rückgang der Bevölkerung ist auch an der Nordseeküste in den Landkreisen Cuxhaven und Friesland sowie der Stadt Wilhelmshaven zu rechnen.

Auch die Altersstruktur wird sich verschieben. Die Zahl der über 65-Jährigen dürfte weiter ansteigen und die der unter 20-Jährigen wird deutlich abnehmen. In den Landkreisen Cloppenburg, Vechta, Grafschaft Bentheim, Emsland und den Städten Braunschweig und Hannover, in der mit einer Zunahme der Einwohnerzahl gerechnet wird, wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Vergleich zu den anderen Landkreisen noch am höchsten sein. Am Ende des Vorausberechnungszeitraumes dürfte die Altersstruktur in den Landkreisen Goslar, Lüchow-Dannenberg sowie Northeim am ungünstigsten sein. Hier wird der Anteil der Kinder und Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung unter 14 % liegen. Am stärksten „unterjüngt“ werden die Landkreise Goslar und Lüchow-Dannenberg sein: Hier wird der Anteil der Senioren über 65 bei über 38 % liegen.

Methodische Hinweise: Die Vorausberechnung für die regionalen Einheiten beginnt mit dem 01.01.2009 und endet am 01.01.2031. Die Grundlage der Berechnung bildet der Bevölkerungsstand vom 31.12.2008, der auf den Fortschreibungsergebnissen der Volkszählung 1987 basiert. Für die Annahmen der Modellrechnung wurden neben der demografischen Entwicklung in den niedersächsischen Gebieten auch die Annahmen der 12. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder verwendet. Die durchschnittliche Geburtenziffer der niedersächsischen Kreise und kreisfreien Städte der Jahre 2006 bis 2008 war die Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Geborenen. Ausgehend von den alters- und geschlechtsspezifischen Sterbewahrscheinlichkeiten für Niedersachsen in den Jahren 2006/2008 verringert sich die Sterblichkeit analog zu den Annahmen aus der 12. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung. Hier wurde auch von einer leicht steigenden Lebenserwartung ausgegangen. Grundlage für die Annahmen zu den Wanderungsbewegungen sind die Annahmen der ersten Variante der 12. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sowie tatsächlich beobachtete regionale Werte.

Weitere Daten zu den einzelnen Vorausberechnungsjahren werden in dem Statistischen Bericht A I 8.2/S (Die Ergebnisse der regionalen Bevölkerungsvorausberechnung für Niedersachsen bis zum 01.01.2031) im 1. Quartal 2011 bekanntgegeben.

Ergebnisse zu der vorausberechneten Altersstruktur in den niedersächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten im Jahr 2031 finden Sie in unserer Datenbank LSKN-Online. Eckdaten sind der anhängenden Tabelle zu entnehmen.

Kostenfreier Download:
Tabelle und thematische Karte mit detaillierten Informationen, (pdf-Format)

Ansprechpartner:
Frau Bohnet, Tel. 0511 9898-2134
Frau Driefert, Tel. 0511 9898-1614
Herr Prof. Eichhorn, Tel. 0511 9898-2215 (ab 17.00 Uhr)

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

Herausgeber:
© 2010 Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: +49 (0) 511 9898-1125
Telefax: +49 (0) 511 9898-4132

E-mail: pressestelle(at)lskn.niedersachsen.de
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Journalistische Anfragen richten Sie bitte an den angegebenen Gesprächspartner.

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