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Bevölkerung Niedersachsens könnte bis 2060 auf 7,5 Millionen sinken

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 055 vom 27.06.2019



HANNOVER. Die Einwohnerzahl Niedersachsens dürfte sich bei Fortsetzung der gegenwärtigen demografischen Entwicklung innerhalb der kommenden gut 40 Jahre um ca. 7% verringern. Dies ist das Resultat der mittleren Variante der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Entsprechende Ergebnisse liegen nun für alle Bundesländer vor. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, zählte Niedersachsen am 31.12.2018 knapp 8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Ende 2060 würden dann noch rund 7,5 Millionen Menschen in Niedersachsen leben. Das wären etwa 500.000 Personen weniger als aktuell, so viele wie zuletzt 1991.

Der berechnete Bevölkerungsrückgang ist darauf zurückzuführen, dass das sich fortlaufend vergrößernde Geburtendefizit zukünftig nicht durch den Wanderungssaldo ausgeglichen werden dürfte. Ab 2028 übersteigt demnach die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Lebendgeborenen dauerhaft um 30.000 bis 40.000 pro Jahr. Demgegenüber steht eine langfristige jährliche Nettozuwanderung von etwa 21.000 Personen.

Die Altersstruktur der niedersächsischen Bevölkerung verschiebt sich danach weiterhin zu Ungunsten der Personen im Erwerbsalter. Der Anteil der 20- bis unter 65-jährigen Personen an der Gesamtbevölkerung fällt bis 2060 von 59 auf 52%. Währenddessen steigt der Anteil der Personen, die 65 Jahre und älter sind, von 22 auf 29%. Die Altersgruppe der unter 20-Jährigen verzeichnet einen leichten Rückgang von 19 auf 18%.


Detaillierte Ergebnisse aller drei berechneten Varianten für das Land Niedersachsen



Methodische Hinweise:

Bei der 14. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung werden für die Länder 3 Varianten gerechnet. Dabei wird die Bevölkerungsentwicklung infolge eines höheren, eines mittleren und eines niedrigeren angenommenen Wanderungssaldos ermittelt. Die amtlichen Bevölkerungsvorausberechnungen erheben keinen Anspruch, die Zukunft vorherzusagen oder eine Prognose für die einzelnen Jahre im Vorausberechnungszeitraum zu liefern. Sie helfen aber zu verstehen, wie sich die Bevölkerungszahl und die Bevölkerungsstruktur unter bestimmten demografischen Voraussetzungen entwickeln würden. Die Annahmen zur Geburtenhäufigkeit, Sterblichkeit und zu den Wanderungen beruhen auf Untersuchungen der Verläufe im Zeit- und Ländervergleich sowie auf Hypothesen über die Weiterentwicklung der aus heutiger Sicht erkennbaren Trends.



Kontakt:

Frank Eberhardt, Tel. 0511 9898-1040
frank.eberhardt(at)statistik.niedersachsen.de

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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