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2016 wurden in Niedersachsen 2.028 Tonnen klimawirksame Stoffe von Unternehmen als Kälte- oder Treibmittel verwendet

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen


Datum: 20. Juni 2018

Nummer 50/18


HANNOVER. Im Jahr 2016 haben Unternehmen in Niedersachsen insgesamt 2.028 Tonnen als klimawirksam eingestufte Gase zur Verwendung als Kälte- oder Treibmittel eingesetzt. Es handelte sich dabei um reine Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW) oder Blends, dies sind Gemische aus zwei oder mehreren Stoffen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, lag die verwendete Menge um 335 Tonnen oder 14,2% unter dem Wert des Jahres 2015. Weil die Stoffe in geschlossene Systeme gefüllt werden, wirken sie zunächst nicht als Emission. Klimawirksam werden sie erst, wenn sie in die Atmosphäre freigesetzt werden, zum Beispiel mittel- bis langfristig bei Kraftfahrzeugen.

Der Wert lag um fast 900 Tonnen unter dem Ergebnis des Jahres 2008, die Menge wurde seither somit um rund 30% reduziert. Dies liegt einerseits an der Einsparung klimawirksamer Stoffe, aber andererseits auch an der sich ändernden Wirtschaftsstruktur.

Von den 2.028 Tonnen verwendeter klimawirksamer Stoffe im Jahr 2016 wurden 630 Tonnen für die Erstbefüllung von Neuanlagen und von umgerüsteten Anlagen, 210 Tonnen zur Instandhaltung von bestehenden Anlagen und die größte Teilmenge von 1.188 Tonnen für die Herstellung von Kunst- und Schaumstoffen sowie von Aerosolen eingesetzt.

Der größte Teil der verwendeten klimawirksamen Stoffe kam im Jahr 2016 bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (56%) zum Einsatz, gefolgt von den Betrieben aus den Bereichen „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“, „Sonstiger Fahrzeugbau“, „Handel mit Kraftfahrzeugen, Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (zusammen 24%) und dem Bereich Vorbereitende Baustellenarbeiten und Bauinstallation (7%).

Der am häufigsten als Kältemittel verwendete Stoff war mit 1.631 Tonnen „R 134a“ (1,1,1,2-Tetrafluorethan). Er wird zum Beispiel in geschlossenen Systemen wie Autoklimaanlagen oder Kühlschränken eingesetzt. Der wichtigste Blend mit 117 Tonnen war „R 404a“, ebenfalls ein Kältemittel.

Klimawirksame Stoffe verfügen über ein unterschiedliches Erwärmungspotenzial. Gemessen an der Klimawirksamkeit von Kohlendioxid (CO2) entsprachen die 2.028 Tonnen klimawirksame Stoffe einem CO2-Äquivalent von 3.258 Tonnen CO2. Das waren rechnerisch knapp 4% der CO2-Äquivalente des Treibhausgasausstoßes (THG) im Jahr 2015 (letzter Stand), bestehend aus Primärenergieverbrauch, Methan-CH4 und Distickstoffoxid (Lachgas)-Ausstoß N2O.

Der Statistische Bericht für Niedersachsen kann kostenfrei auf der Homepage des LSN heruntergeladen werden. Er umfasst eine Zeitreihe seit 2005, grafische Darstellungen und Ergebnisse der verschiedenen Wirtschaftszweige und Stoffe. Die ermittelten Mengen werden auch in CO2-Äquivalenten dargestellt.


Statistischer Bericht Niedersachsen Q IV - j / 2016
Erhebung bestimmter klimawirksamer Stoffe 2016


Kontakt:
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Nicole.Becker(at)statistik.niedersachsen.de
Karl-Heinz Behre, Tel. 0511 9898-2418
Karl-Heinz.Behre(at)statistik.niedersachsen.de

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