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Die kommunalen Finanzen in Niedersachsen im 1. Quartal 2021

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 063 vom 15.06.2021


HANNOVER. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) wiesen die niedersächsischen Gemeinden und Gemeindeverbände im 1. Quartal des Jahres 2021 ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 133,6 Mio. Euro aus. Nach den Ergebnissen der vierteljährlichen Kassenstatistik hatten somit 41,0% der kommunalen Haushalte einen Fehlbetrag in der Finanzrechnung. Zum Vergleich: Für das 1. Quartal 2020 belief sich das Finanzierungsdefizit auf 1,1 Mrd. Euro, 83,7% der Haushalte waren damals defizitär.


Wie zu erwarten war, brachen die Erträge aus der Gewerbesteuer gegenüber dem Vorjahresquartal mit einem Rückgang von gut 10% stark ein. Trotzdem konnten die Kommunen in Niedersachsen über einen deutlichen Zuwachs von 24,8% bei den bereinigten Einzahlungen auf 6,56 Mrd. Euro verfügen. Ursächlich hierfür waren vor allem deutlich gestiegene Zuweisungen des Landes Niedersachsen, die um 13% auf 1,66 Mrd. Euro anstiegen. Auf der anderen Seite stiegen die bereinigten Auszahlungen der Kommunen in Niedersachsen um 4,8% auf 6,7 Mrd. Euro. Hervorzuheben ist ein Anstieg der kommunalen Auszahlungen für Investitionen um 4,9% auf 828,6 Mio. Euro.

Die Kassenkredite gegenüber dem nicht-öffentlichen Bereich beliefen sich zum 31. März 2021 auf 1,328 Mrd. Euro, dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem 31. März 2020 um 23,2%. Die eher langfristig angelegten Wertpapierschulden und Investitionskredite gegenüber dem nicht-öffentlichen Bereich stiegen im gleichen Zeitraum hingegen deutlich um 9,5% auf 11,5 Mrd. Euro.

Kommunale Finanzen in Niedersachsen im 1. Quartal 2021
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