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Energiebedingte CO₂-Emissionen in Niedersachsen 2013 geringfügig gestiegen – Seit 1990 fallender CO₂-Ausstoß aus der Energieproduktion

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen



Datum: 22. März 2016
Nummer 23/16



Hannover. Im Jahr 2013 wurden in Niedersachsen aus dem Primärenergieverbrauch 65,4 Millionen Tonnen Klima wirksames Kohlendioxid (CO₂) freigesetzt. Gegenüber dem Jahr 1990 entspricht dies einer Reduzierung um 11,7 Millionen Tonnen oder 15,2 %.

Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen weiter mitteilte, erhöhte sich im Vergleich zum Jahr 2012 der CO₂-Ausstoß jedoch um 985 Tausend Tonnen (+1,5 %). Damit einher ging ein leichter Anstieg des Primärenergieverbrauchs (+0,5 %); dieser stieg von 1 331 Petajoule (PJ) im Jahr 2012 auf 1 337 PJ im Jahr 2013. Die kühle Witterung im ersten Halbjahr 2013 hatte darauf einen starken Einfluss genommen. Die Zunahme um nahezu eine 1 Million Tonnen energiebedingtes CO₂ ging im Wesentlichen auf 2 Energieträger zurück: Der Saldo aus Stein-/Braunkohle stieg um 788 Tausend Tonnen im Vergleich zur Vorperiode; noch stärker wuchs der Verbrauch von Mineralölen und Mineralölprodukten (887 Tausend Tonnen). Dagegen wurde eine CO₂-Einsparung aus den Gasen festgestellt (758 Tausend Tonnen), die hinsichtlich Kohle und Öl etwas kompensierend wirken konnte. Dieser Trend rückläufiger Emissionen beim Energieträger Erdgas ist insbesondere seit 2010 zu beobachten. Die Rückgänge beim Energieträger Erdgas wurden auch durch die Klima neutralen erneuerbaren Energieträger ermöglicht.

Im Zeitraum von 1990 bis 2013 gab es nicht unerhebliche Umschichtungen hinsichtlich des Energieträgereinsatzes. Die CO₂-Emissionen aus Mineralölen und Mineralölprodukten gingen von 34,6 Millionen Tonnen im Jahr 1990 um 28,2 % auf 24,8 Millionen Tonnen im Jahr 2013 zurück. Ebenfalls Reduktionen beim Kohlendioxidausstoß gab es beim Energieträger Steinkohle, der von 15,1 Millionen Tonnen auf 13,9 Millionen Tonnen sank, und bei der Braunkohle. Der Ausstoß durch Braunkohle sank von 5,5 Millionen Tonnen auf 2,0 Millionen Tonnen Kohlendioxid.

Dagegen ist der Kohlendioxidausstoß durch den Einsatz von Gas, das die umweltfreundlichste CO₂-Bilanz unter den konventionellen Energieträgern aufweist, im selben Zeitraum von 22,0 Millionen Tonnen auf 23,8 Millionen Tonnen gestiegen. Die CO₂-Emissionen aus dem Einsatz fossiler Abfälle sind von 35 Tausend Tonnen im Jahr 1990 auf 852 Tausend Tonnen im Jahr 2013 um ein Vielfaches angestiegen - ihnen kommt jedoch mit einem Anteil von 1,3 % am gesamten energiebedingten Kohlendioxidausstoß in Niedersachsen eine marginale Bedeutung zu.


Kostenfreier Download:

Eine Grafik und eine Tabelle mit detaillierten Informationen



Auskünfte erteilen:

Stefan Koy, Tel. 0511 9898-2433; Stefan.Koy(at)statistik.niedersachsen.de
Uwe Mahnecke, Tel. 0511 9898-2429; Uwe.Mahnecke(at)statistik.niedersachsen.de


Die Ergebnisse sind den im Februar vorgelegten Energie- und CO₂-Bilanzen Niedersachsen für 2013 entnommen. (Auf der LSN-Homepage kostenfrei verfügbar).

Hinweis:
Der Primärenergieverbrauch ergibt sich aus der Summe der im Land gewonnenen Primärenergieträger, den Bestandsveränderungen sowie dem Saldo aus Bezügen und Lieferungen und umfasst die für die Umwandlung und den Endverbrauch benötigte Energie.

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Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2016 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
http://www.statistik.niedersachsen.de


Journalistische Anfragen richten Sie bitte an die o. g. Ansprechpartner.


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