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Energiebedingte CO₂-Emissionen in Niedersachsen 2017 um 2% rückläufig

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 039 vom 16.04.2020



HANNOVER. Im Jahr 2017 wurden in Niedersachsen aus dem Primärenergieverbrauch insgesamt rund 64,4 Millionen Tonnen klimawirksames CO₂ freigesetzt. Im Vergleich zu 1990 entspricht dies einer Reduzierung um ca. 12,5 Millionen Tonnen CO₂ bzw.16,2%. Gegenüber 2016 gab es einen Rückgang um 2,0%.

Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weiter mitteilte, gingen die CO₂ Emissionen insbesondere auf den Einsatz der fossilen Energieträger Erdgas (28,0 Millionen Tonnen CO₂), Mineralöle und Mineralölprodukte (23,5 Millionen Tonnen CO₂) und Kohlen (12,1 Millionen Tonnen CO₂) zurück.

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Rund 31% der Gesamtemissionen (20,2 Millionen Tonnen CO₂) fielen in der Umwandlung von Primärenergieträgern wie Kohle, Erdgas oder Rohöl in der Strom- und Wärmewirtschaft in Kraft- und Heizwerken bzw. bei der Herstellung von Kraftstoffen in Raffinerien an. Die restlichen 69% (44,2 Millionen Tonnen CO₂) kamen aus dem Endenergieverbrauch in den Verbrauchssektoren Verkehr (17,2 Millionen Tonnen CO₂), „Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“ (16,3 Millionen Tonnen CO₂) und „Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe“ (10,7 Millionen Tonnen CO₂).

Der Energieträgereinsatz in der Industrie und Energiewirtschaft – und damit die Höhe der CO₂-Emissionen – hängt von konjunkturellen Einflüssen, den Preisen auf den Beschaffungsmärkten und auch von Revisionen der Kraftwerke, die zu unterschiedlichen Jahresgesamtlaufzeiten führen, ab.

Methodischer Hinweis:
Auf Grundlage der Energiebilanz werden die energiebedingten Emissionen durch Verknüpfung der Energieträgereinsätze mit dem jeweiligen spezifischen CO₂-Emissionsfaktor ermittelt. Die Gesamtergebnisse können auch der Energie- und CO₂-Bilanz für Niedersachsen 2017 entnommen werden. Sie kann auf der Homepage des LSN kostenfrei heruntergeladen werden www.statistik.niedersachsen.de.

Der Primärenergieverbrauch umfasst Primärenergieträger wie Kohle, Mineralöl oder Erdgas, die direkt genutzt werden. Dazu gehören aber auch zum Beispiel Kohlenprodukte (z. B. Briketts, Koks), Kraftstoffe, Strom oder Fernwärme, die für den Endenergieverbrauch umgewandelt werden.

Kontakt:
Christian Bruns, Tel. 0511 9898-2433;
christian.bruns@statistik.niedersachsen.de

Uwe Mahnecke, Tel. 0511 9898-2429
uwe.mahnecke@statistik.niedersachsen.de

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
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E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
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