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Neue Tabellen im Niedersachsen-Monitor 2020 – Daten zum Internetzugang sowie zur Qualifikation in Schule und Beruf

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 121 vom 09.12.2020



HANNOVER. Der inhaltlich erweiterte Niedersachsen-Monitor 2020 bietet erstmals auch Ländervergleiche zum Internetzugang der privaten Haushalte und zur beruflichen Qualifikation, darauf weist das Landesamt für Statistik Niedersachsen hin. Ergänzt wurden ebenfalls die Zahlen der Schulentlassenen nach Abschlussart und der jeweilige Anteil der Frauen sowie die Zahl der Schulentlassenen aus Förderschulklassen.

Überdurchschnittlicher Anteil privater Haushalte mit Internetzugang
92,7% aller niedersächsischen Privathaushalte verfügten 2019 über einen Internetzugang mit einer festen und/oder mobilen Verbindung. Im Ländervergleich wies lediglich das Saarland (93,5%) einen höheren Anteil auf. Die Daten aus der Erhebung über Informations- und Kommunikationstechnologien zeigen: Unabhängig von der tatsächlichen Nutzung stieg in Niedersachsen der Anteil der Privathaushalte mit Internetzugang insbesondere in den Jahren 2009 bis 2017 um 19,0 Prozentpunkte, seit 2017 aber nur noch um 0,6 Prozentpunkte. In Deutschland stieg der Anteil seit 2009 um 17,7 Prozentpunkte auf durchschnittlich 90,8% im Jahr 2019.

Berufliche Qualifikation: weniger bestandene Abschlussprüfungen in der dualen Berufsausbildung und der beruflichen Aufstiegsfortbildung
In der beruflichen Bildung verringerte sich in Niedersachsen die Zahl der bestandenen Abschlussprüfungen 2019 gegenüber 2014 in der dualen Berufsausbildung um 11,2% (Deutschland: -9,6%) und in der Aufstiegsfortbildung um 13,1% (Deutschland: -8,6%). Der Anteil der Abschlussprüfungen im Ausbildungsbereich Handwerk lag in der dualen Berufsausbildung bei 26,0% (Deutschland: 22,0%). Bei den Aufstiegsfortbildungen betrug der Anteil der bestandenen Meisterprüfungen im Handwerk 42,2% (Deutschland: 41,1%).

Geschlechterverhältnisse in der Qualifikation: größerer Männeranteil in der dualen Berufsausbildung sowie bei Fortbildungs- und Meisterprüfungen
Schulentlassene von allgemein bildenden Schulen ohne Hauptschulabschluss sowie mit Hauptschulabschluss waren 2018 überwiegend Männer. Die Frauenanteile in Niedersachsen lagen mit 37,0% bzw. 38,1% jeweils knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt. Beim mittleren Schulabschluss war das Geschlechterverhältnis fast ausgeglichen mit einem Frauenanteil von 47,3% in Niedersachsen (Deutschland: 48,2 %). Bei Schulentlassenen mit Hochschulreife lag der Frauenanteil mit 55,7% leicht über dem bundesweiten Durchschnitt (54,7%).

In der dualen Berufsausbildung und der beruflichen Aufstiegsfortbildung sind Männer überrepräsentiert. Bei den bestandenen Abschlussprüfungen betrug der Frauenanteil in Niedersachsen 2019 bei den anerkannten Ausbildungsberufen 38,9% (Deutschland: 39,7%) und bei den bestandenen Fortbildungs- und Meisterprüfungen lediglich 30,2% (Deutschland: 33,4%).

Schulische Qualifikation: bedeutender Teil der Schulentlassenen ohne Hauptschulabschluss aus Förderschulklassen
Unter den Schulentlassenen ohne Hauptschulabschluss waren 2018 in Niedersachsen mehr als ein Drittel (38,5%) aus Förderschulklassen und etwa ein Viertel (24,5%) hatten einen Abschluss im Förderschwerpunkt Lernen. Insgesamt verließen 5.093 Jugendliche die Schule ohne mindestens einen Hauptschulabschluss erworben zu haben, das waren 5,4% Schülerinnen und Schüler mehr als im Vorjahr. Im bundesweiten Durchschnitt stieg die Zahl der Schulentlassenen ohne Hauptschulabschluss 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% auf 53.603 Personen, darunter 44,3% aus Förderschulklassen.


Die Publikation Niedersachsen-Monitor zeigt die aktuelle und mittelfristige Entwicklung Niedersachsens im Vergleich zu den Ländern und zum Bund in 10 Themenfeldern. Die zugrundeliegenden Daten beziehen sich überwiegend auf das Jahr 2019.

Die Broschüre ist für 12,00 € voraussichtlich ab Anfang 2021 beim Schriftenvertrieb des LSN erhältlich.
Niedersächsische regionalisierte Daten sind in der LSN-Online-Datenbank abrufbar.

Kontakt:
Dr. Margret Koch-Sterrenberg, Tel. 0511 9898-3111
margret.koch-sterrenberg@statistik.niedersachsen.de

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht


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