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Niedersächsische Handwerkszählung 2017: Mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als im Vorjahr

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 097 vom 05.11.2019



HANNOVER. Im Jahr 2017 waren in Niedersachsen rund 505.000 Beschäftigte in fast 44.700 zulassungspflichtigen und zulassungsfreien Handwerksunternehmen tätig und erzielten einen Umsatz von rund 54 Milliarden Euro. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, setzt sich der positive Trend des Jahres 2016 fort mit einem Zuwachs von 1,4 % bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einem Plus von 3,4 % beim Umsatz.

Rückblickend auf das Jahr 2008 vollzog sich eine stabile 10 jährige Wirtschaftsentwicklung mit stetigem Wachstum bei der Zahl der tätigen Personen (7,8%), sowohl bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen (12%) als auch bei den Umsätzen (22%). Die Anzahl der geringfügig entlohnt Beschäftigten verringerte sich hingegen im Jahr 2017 um 1,9% zum Vorjahr und innerhalb der letzten 10 Jahre um 2,4%.

Bezogen auf die Anzahl der Unternehmen, der Beschäftigten sowie der Umsätze gab es in der Region Hannover den größten kommunalen Handwerkermarkt. Im Jahr 2017 erwirtschafteten 5.920 Handwerksunternehmen mit ihren rund 67.000 Beschäftigten (Plus 2,9% zum Vorjahr) das höchste ermittelte Umsatzergebnis eines Landkreises beziehungsweise einer kreisfreien Stadt in Niedersachsen mit fast 5,4 Milliarden Euro und einer Umsatzsteigerung zum Vorjahr von 4,9%.

Der beschäftigungsintensivste Gewerbezweig war im Zeitraum von 2008 bis 2017 das Gebäudereinigungs-Handwerk, im Jahr 2017 mit einem Anteil von 11,7% an allen tätigen Personen im Handwerk. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten der Gebäudedienstleister gehört die Außen- und Innenreinigung von Gebäuden und Inventar aller Art wie zum Beispiel Fabriken, Verkehrsmittel, Krankenhäuser und Solaranlagen, aber auch Hausmeisterdienste und Schädlingsbekämpfung zählen dazu. Für dieses Handwerk ist seit 2004 keine Meistervoraussetzung erforderlich, um sich selbständig zu machen. Die direkte Folge war in den letzten 10 Jahren eine stetige Zunahme dieser Unternehmen (Plus 66,2% zu 2008) und der tätigen Personen (Plus 31% zu 2008). In diesem Zeitraum ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sogar um 43,3% angestiegen, die der geringfügig entlohnten Beschäftigten um 14,2%. Insgesamt hat sich die Anzahl der durchschnittlich tätigen Personen je Unternehmen in diesem Zeitraum von 48 auf 38 verringert (-20,8%).


Grafik und Tabellen



Weitere Tabellen unter:
www.statistik.niedersachsen.de > Themenbereiche > Industrie, Baugewerbe, Handwerk > Tabellen > Handwerkszählung 2017


Kontakt:

Irmhild Ridder, Tel. 0511 9898-3322
Uwe Rode, Tel. 0511 9898-3335


Methodische Hinweise:
Die Ergebnisse der Handwerkszählung werden seit dem Berichtsjahr 2008 durch Auswertungen von bereits bei der Verwaltung vorliegenden Daten aus dem statistischen Unternehmensregister ermittelt. Es erfolgen keine Unternehmensbefragungen, um so vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen von statistischen Erhebungen zu entlasten. Dargestellt werden selbstständige Handwerksunternehmen des zulassungspflichtigen und des zulassungsfreien Handwerks nach den Anlagen A und B Abschnitt 1 der Handwerksordnung. Zusätzlich müssen diese Unternehmen im Berichtsjahr im Durchschnitt pro Monat über mindestens 1/12 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte oder 30/12 geringfügig Beschäftigte verfügt haben und/oder umsatzsteuervoranmeldungspflichtig gewesen sein und mehr als 17.500 Euro erwirtschaftet haben.

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2019 Landesamt für Statistik Niedersachsen
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E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
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