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Niedersächsische Stromerzeugung in Anlagen für die allgemeine Versorgung 2014 um 4,0 % gesunken

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen




Datum: 05. Juni 2015
Nummer 38/15



HANNOVER. Im Jahr 2014 erzeugten niedersächsische Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung brutto 40,0 Millionen Megawattstunden (Mio. MWh) Strom. Zu den Anlagen für die allgemeine Versorgung zählen nicht gewerbliche oder private Kleinanlagen sowie Industriekraftwerke. Der Großteil der in Niedersachsen erzeugten regenerativen Energie ist darin also nicht enthalten. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, lag die Produktion damit um 4,0 % unter dem Wert des Vorjahres. Netto, das heißt abzüglich des Eigenverbrauchs der Kraftwerke, waren es insgesamt 37,2 Mio. MWh, davon wurden 5,9 % (2,2 Mio. MWh) in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt.

Die Kernenergie leistete mit einem Anteil von 54 % (21,6 Mio. MWh) nach wie vor den bedeutendsten Beitrag zur Bruttostromerzeugung für die allgemeine Versorgung. Aus dem Energieträger Kohle wurden im Jahr 2014 brutto 14,7 Mio. MWh Strom erzeugt, dies entsprach mit 36,8 % dem zweitgrößten Anteil an der Bruttostromerzeugung. Erdgas und Erdölgas waren mit brutto rund 1,7 Mio. MWh beziehungsweise einem Anteil von 4,2 % an der gesamten Stromerzeugung vertreten.

Der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Bruttostromerzeugung in Kraftwerken für die allgemeine Versorgung lag im Jahr 2014 bei 2,1 %. Nicht berücksichtigt sind dabei die in diesem Bereich besonders zahlreichen Kleinanlagen. Die Bruttostromerzeugung in diesem Bereich stieg gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent. Größere Bedeutungsverschiebungen bei den eingesetzten Energieträgern zwischen 2013 und 2014 gab es beim Erdgas und Erdölgas (- 35 %) sowie der Kohle. Die im Vergleich zur Braunkohle ungefähr viermal höhere Strommenge aus Steinkohle reduzierte sich im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 8,5 %. Bei der Braunkohle kam es auf niedrigerem Niveau hingegen fast zu einer Verdoppelung der produzierten Strommenge (+ 82,6 %). Bei der Kernenergie kam es zu einem Rückgang von 4,2 % im Vergleich zum Wert des Jahres 2013.

Die Nettowärmeerzeugung der Anlagen der allgemeinen Versorgung betrug im Jahr 2014 insgesamt 5,3 Mio. MWh; sie sank um 16,7 % unter den Wert des Jahres 2013. Steinkohle sowie Erdgas und Erdölgas gehörten dabei mit einem Anteil von 55 % (2,9 Mio. MWh) beziehungsweise 24 % (1,3 Mio. MWh) zu den wichtigsten Energieträgern bei der Wärmeerzeugung. Der Hauptteil der erzeugten Wärme, 4,8 Mio. MWh, wurde im Berichtszeitraum durch Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen; dies entspricht einem Anteil von 91,8 Prozent.

Die hier veröffentlichten Zahlen basieren auf den Ergebnissen der monatlichen Erhebung über die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung der Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung mit einer Engpassleistung von im Allgemeinen 1 Megawatt elektrisch oder mehr. Ergebnisse zur gesamten niedersächsischen Stromversorgung des Jahres 2014 liegen voraussichtlich Ende 2015 vor.


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Uwe Mahnecke, Tel. 0511-9898-2429




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