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Tourismus in Niedersachsen

Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)


Strandkörbe im Sonnenuntergang. Bildrechte: Pixabay, polyquer

Niedersachsen ist eines der abwechslungsreichsten Länder in Deutschland und bietet unterschiedliche Landschaften vom Meer bis zu den Mittelgebirgen. Niedersachsen liegt im bundesweiten Vergleich unter den Top-Five der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland. Von der Nordsee über die Heide, das Weserbergland, die Mittelweser und den Harz reichen die Urlaubsregionen, die für den Tourismus in ganz Deutschland und im angrenzenden Ausland eine große Bedeutung haben. Für die Touristen gibt es in Niedersachsen zwischen Ems, Weser, Elbe, Nordsee und Harz eine Fülle von Urlaubszielen um Landschaften und Städte sowie Land und Leute zu entdecken.

Die Monatserhebung im Tourismus dient als zentrale Informationsquelle, um die Übernachtungsmöglichkeiten und die Gästezahlen in Niedersachsen zu ermitteln. Sie liefert damit sowohl kurzfristig aktuelle Informationen über die konjunkturelle Entwicklung als auch Informationen zur Struktur im niedersächsischen Beherbergungsgewerbe. Ihre Ergebnisse dienen als Grundlage für tourismuspolitische Entscheidungen, für infrastrukturelle Planungen sowie für Maßnahmen der Tourismuswerbung und Marktforschung.

Welche Daten werden in der Tourismusstatistik in Niedersachsen erfasst und aus welchen Quellen stammen diese?

Berichtspflichtig für die monatliche Beherbergungsstatistik sind niedersächsische Beherbergungsbetriebe mit 10 oder mehr Gästebetten. Dazu zählen auch Campingplätze, wenn mindestens zehn Stellplätze für Urlaubscamping vorhanden sind. Bei den Campingplätzen wird ein Stellplatz als eine Schlafgelegenheit definiert, bei den anderen Betriebsarten zählt ein Bett als eine Schlafgelegenheit.

Zurzeit werden in Niedersachsen annähernd 6.000 Betriebe in die Befragung einbezogen. Erfragt werden beispielsweise

  • die Zahl der angekommenen Gäste,
  • das Herkunftsland der Gäste,
  • die Anzahl der Übernachtungen,
  • die Zahl der angebotenen Betten sowie
  • die Betriebsart der Unterkunft.

Zu der Betriebsart zählen Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe, Pensionen, Jugendherbergen und Hütten, Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime, Ferienhäuser und Ferienwohnungen, Ferienzentren, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (sonstiges Beherbergungsgewerbe) sowie Campingplätze.

Für die Betriebsart Hotellerie mit 25 oder mehr Gästezimmern werden auch die Zahl der Gästezimmer und deren Auslastung abgefragt.

Wie werden die Daten der Tourismusstatistik erhoben?

Auskunftspflichtig zu dieser Statistik sind die Inhaberinnen und Inhaber oder Leiterinnen und Leiter der Beherbergungsbetriebe. Die Anschriften und wichtige Betriebsmerkmale enthält das statistikinterne Unternehmensregister, das fortlaufend aktualisiert wird.

Die Monatserhebung im Tourismus ist keine Stichprobenstatistik, sondern eine Vollerhebung aller Beherbergungsbetriebe, die die Vorgabe von 10 und mehr Schlafgelegenheiten bzw. Stellplätzen (Abschneidegrenze) erfüllen.

Von den Auskunftspflichtigen werden die Gäste- und Übernachtungszahlen dem Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) direkt auf dem elektronischen Meldeweg mit dem Onlineverfahren „IDEV“ übermittelt. Die Online-Meldepflicht besteht für die Tourismusstatistik seit August 2014.

Was wird in der niedersächsischen Tourismusstatistik nicht erfasst? Wo liegen die Grenzen?

Beherbergungsbetriebe mit weniger als 10 Schlafgelegenheiten bzw. Campingplätze mit weniger als 10 Stellplätze sind nicht in die Statistik einbezogen, um die kleinen Berichtseinheiten zu entlasten. Nicht berücksichtigt werden zudem Zimmer, die nicht zur Beherbergung von Gästen zur Verfügung stehen, zum Beispiel weil sie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betriebes genutzt oder dauerhaft bewohnt sind, gleiches gilt für Zimmer, die sich in der Renovierung befinden.

Welche Daten zum Tourismus in Niedersachsen können veröffentlicht werden?

Die monatlichen Auswertungen zum Tourismus in Niedersachsen basieren auf den ermittelten Ergebnissen des entsprechenden Berichtsmonats. Diese Ergebnisse werden als vorläufige Zahlen veröffentlicht. Bis zum Abschluss des jeweiligen Berichtsjahres können die einzelnen Berichtsmonate noch korrigiert werden. Amtliche Tourismuszahlen stehen daher erst nach Abschluss des Berichtsjahres, sozusagen als Jahreszahlen, zur Verfügung.

Die Tabellen in der Online-Datenbank werden monatlich aktualisiert.

Für die Ergebniserstellung der gemeldeten Daten wird ein statistisches Geheimhaltungsverfahren angewandt. So wird sichergestellt, dass Einzelwerte aus den Tabellen nicht errechenbar sind. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass Daten für bestimme Gemeinden, Landkreise oder Reisegebiete gemeldet wurden, diese jedoch aufgrund der Geheimhaltung nicht in den Auswertungen zum Tourismus in Niedersachsen veröffentlicht werden können.

Die regionale Tiefe der Auswertung beginnt auf Gemeindeebene und erstreckt sich über die Landkreise bis auf Länderebene. Zusätzlich werden auch Zahlen für niedersächsische Reisegebiete veröffentlicht.

Wozu dient die Statistik im Tourismus?

Die Angaben der Beherbergungsbetriebe zum Angebot und der Nutzung von Gästebetten und Gästezimmern in Niedersachsen sowie die Angaben der Campingplätze über die Stellplätze liefern Informationen über die Beherbergungskapazität und -entwicklung in Niedersachsen. Sie bieten Informationen über das tatsächliche Volumen des Reiseverkehrs in Niedersachsen, zum Beispiel Daten zur Zahl der Reisenden und der Verweildauer der Gäste.

Die Ergebnisse der Monatserhebung im niedersächsischen Tourismus werden für tourismuspolitische Entscheidungen, infrastrukturelle Planungen und Maßnahmen der Tourismuswerbung von Ministerien, Instituten und sonstigen staatlichen Einrichtungen des Bundes und der Länder genutzt.

Außerdem verwenden private Institutionen und Bildungseinrichtungen die Angaben für die Marktforschung und Lehre an Schulen und Universitäten. Mit der Monatserhebung im Tourismus werden außerdem Teile der aus der EU-Tourismusstatistik-Verordnung resultierenden Datenlieferverpflichtungen erfüllt. Wichtige Nutzerinnen und Nutzer sind darüber hinaus lokale, regionale und nationale Tourismusorganisationen sowie Verbände und Interessenvertretungen des Tourismusbereiches.

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