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Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen

Stromerzeugung aus Klärgas steigt

Datum: 11. Juni 2009
Nummer 43/09

Hannover. Bereits in jeder siebten Kläranlage Niedersachsens wird das beim Fäulnisprozess des Klärschlamms entstehende Methangasgemisch genutzt. Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen mitteilt, ist die Stromerzeugung aus Klärgas ist im Jahr 2008 im Vergleich zu 2004 um 11 % gestiegen. Dabei nutzen die Kläranlagen die erzeugten Strommengen zunehmend für den Eigenbedarf.

In 94 von 649 Anlagen zur öffentlichen Abwasserbehandlung werden jährlich rund 63 Mill. m³ Rohgas gewonnen. Davon werden 85 % in den Kläranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung im eigenen Betrieb eingesetzt. Lediglich 5 % werden an Energieversorger abgegeben, 10 % gehen ohne Nutzung verloren.

In den Kraftwerken der Kläranlagen werden 87 Mill. kWh Strom erzeugt. Dies würde ausreichen, um 25 000 Haushalte mit einem Stromverbrauch von 3 500 kWh ein Jahr lang zu versorgen.

Die Abgabe von Strom an Energieversorger verliert jedoch zunehmend an Bedeutung. Wurde in 2004 noch ein Drittel des Stroms abgegeben, lag der Anteil in 2008 nur noch bei 17 %.

Die Nutzung von Klärgas leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Gelangt der Hauptbestandteil Methan in die Atmosphäre, ist er 21-mal schädlicher als Kohlendioxid. Besteht keine Möglichkeit zur Abgabe oder einer eigenen energetischen Nutzung, muss es als Abfallprodukt abgefackelt werden.

Link: Grafik und Tabelle mit detaillierten Informationen (PDF-Format).

Ansprechpartnerin:
Silke Dahl, Tel. 0511 9898 - 2429

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© Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Hannover 2009.
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

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