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Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen

Große regionale Unterschiede der Sterblichkeit

Datum: 20. Juli 2009
Nummer 52/09

Hannover. In Niedersachsen gibt es große regionale Sterblichkeitsunterschiede. Dies teilte der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen auf Basis einer Auswertung von Daten über Sterbefälle in den Jahren 2003 bis 2007 mit.

Regionale Unterschiede in der Sterblichkeit gehen zunächst auf die einfache Tatsache zurück, dass in Städten und Kreisen mit einer relativ alten Bevölkerung relativ gesehen mehr Menschen sterben als in Kreisen mit einer jungen Bevölkerung. Damit solche Daten an Aussagekraft gewinnen, muss man mithilfe komplexer statistischer Methoden den Effekt der unterschiedlichen Altersstruktur herausrechnen. Dies haben die Statistiker mit drei verschiedenen Verfahren getan. Dabei haben sie die Kreise des Landes untereinander und mit dem Durchschnitt des Landes Niedersachsen verglichen. Der "Mortalitätsindex" des Landes Niedersachsen liegt bei 1,0. In Regionen mit unterdurchschnittlicher Mortalität liegt dieser Index unter 1, in Regionen mit überdurchschnittlicher Mortalität über 1. In die Berechnung dieses Indexes wurde nur die Bevölkerung unterhalb von 80 Jahren einbezogen.

Der landesweit niedrigste Wert wurde für den Landkreis Harburg mit 0,856 gemessen. Die höchste Abweichung der Sterblichkeit nach oben wurde mit einem Index von 1,154 im Landkreis Lüchow-Dannenberg festgestellt. Des Weiteren lag der Mortalitätsindex in den Landkreisen Ammerland, Göttingen, Friesland, Vechta und der kreisfreien Stadt Osnabrück deutlich unter dem Durchschnitt von Niedersachsen und in den Landkreisen Helmstedt, Uelzen, Osterode am Harz und den kreisfreien Städten Emden und Salzgitter deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Bei einer Korrelationsberechnung des Mortalitätsindex mit verschiedenen Indikatoren wurden klare Zusammenhänge zwischen den Ergebnissen der Mortalität mit dem Einkommen und der Arbeitslosigkeit in den einzelnen Kreisen festgestellt: Die regionale Mortalität steigt tendenziell mit der Arbeitslosenquote und sinkt mit höherem Durchschnittseinkommen.

Detaillierte Informationen zu den Berechnungen und den Ergebnissen der regionalen Sterblichkeitsunterschiede in Niedersachsen finden Sie im Statistischen Monatsheft Niedersachsen 7/2009.

Ansprechpartner:
Herr Prof. Eichhorn, Tel.: 0511 9898 - 2215
Frau Hoffmeister, Tel.: 0511 9898 - 3164
Frau Driefert, Tel.: 0511 9898 - 2122

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© Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Hannover 2009.
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