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Deutlich höhere Investitionen in der niedersächsischen Industrie 2008

Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen

Datum: 16. November 2009
Nummer 81/09


Hannover. Nach Mitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen investierten niedersächsische Industriebetriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Geschäftsjahr 2008 rund 13 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtwert der Investitionen in Sachanlagen betrug 5,1 Mrd. Euro. Mit etwa 89 % entfiel der weitaus größte Anteil auf die Beschaffung von Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsaustattung. Der verbleibende Rest verteilte sich auf den Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken (10 % bzw. weniger als 1 %).

Der Fahrzeugbau, dazu gehören der Straßenfahrzeug- und sonstiger Fahrzeugbau, bleibt mit einem Anteil von über 29 % am Gesamtinvestitionsvolumen bedeutendster Investor in der niedersächsischen Industrie. Mit Abstand folgen die Metallerzeugung und – verarbeitung sowie das Ernährungsgewerbe mit einem Anteil von 15 % bzw. 11 %.

In der Mehrzahl der Branchen wurde mehr investiert als im Vorjahr. Auch Wirtschaftsbereiche, die in der 2. Jahreshälfte besonders stark von der Wirtschafts- und Finanzkrise getroffen wurden, weiteten ihre Investitionen zum Teil sogar beträchtlich aus. So steigerten die Stahl- und Metallerzeuger die Ausgaben für die Neu- oder Ersatzbeschaffung von Maschinen um mehr als die Hälfte des Vorjahreswertes und reagierten damit auf die lebhafte Nachfrage nach Eisen und Stahl im 1. Halbjahr 2008. Auch im Fahrzeugbau, der zu Jahresbeginn volle Auftragsbücher verzeichnete, wurde mit 30 % Zuwachs kräftig investiert. Der Maschinenbau hingegen drosselte sein Investitionstempo nach einem Plus von rd. 30 % im Vorjahr auf nunmehr +9 %. Im Ernährungsgewerbe und in der chemischen Industrie sowie in der Papier- und Pappeproduktion wurden die Investitionsausgaben gegenüber dem Vorjahr gekürzt.

Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 2008 rund 9 900 Euro je Beschäftigten investiert. Dabei reicht die Spanne von 5 600 Euro in Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern bis zu 14 000 Euro in Großbetrieben mit 1 000 und mehr Beschäftigten. Im Wesentlichen stimmt (hier) die Rangfolge der Betriebsgröße mit der Höhe der Investitionsintensität überein.

Von je 1 000 Euro erzieltem Umsatz wurden im Durchschnitt rund 28 Euro wieder für betriebliche Zwecke in Maschinen bzw. Grundstücke oder Bauten investiert. Bei dieser Betrachtung fällt auf, dass die kleinen und mittleren Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern mit einer Investitionsquote von rund 35 Euro je 1 000 Euro Umsatz deutlich über dem Durchschnitt lagen, während Großbetriebe mit 25 Euro je 1 000 Euro Umsatz leicht unterdurchschnittlich reinvestierten.

Nach regionaler Betrachtung verzeichnete der Bezirk Braunschweig, schon wegen der Dominanz des Straßenfahrzeugbaus, mit rund 2,1 Mrd. Euro das höchste Investitionsvolumen aller Bezirke. Reichlich über 1,3 Mrd. Euro investierten die Betriebe im Bezirk Weser-Ems. Die größten Investoren waren hier das Ernährungsgewerbe, der Fahrzeugbau sowie die Gummi- und Kunststoffverarbeitung. Mit deutlichem Abstand folgen dann die Bezirke Hannover und Lüneburg, die zusammen mit knapp 1,7 Mrd. Euro zu den Gesamtinvestitionen der niedersächsischen Industrie beitrugen.

Hinweis: Unter dem Begriff Industrie sind die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden zu verstehen.

Weitere Ergebnisse in tieferer regionaler und fachlicher Gliederung nach Wirtschaftsbranchen enthält der im Januar 2010 erscheinende Statistische Bericht E I 6 - j / 2008, der vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie - Schriftenvertrieb -, Postfach 910764, 30427 Hannover, Tel. (0511) 9898-3166, Fax (0511) 9898-4133 bezogen werden kann.

Link: Tabelle und Grafik mit detaillierten Informationen (PDF-Format).

Ansprechpartner:
Herr Irps, Tel. 0511 9898 – 3336
Herr Rode, Tel. 0511 9898 – 3335

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© Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Hannover 2009.
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

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