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Der Abbau des Bestandes an Krankenhausbetten hat sich 2008 deutlich verlangsamt

Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen


Datum: 14. Dezember 2009
Nummer 89/09

Hannover. Im Jahr 2008 standen in den 196 niedersächsischen Krankenhäusern insgesamt 41 905 aufgestellte Betten zur vollstationären Behandlung zur Verfügung, wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen mitteilte. Das waren 202 Betten bzw. 0,5 % weniger als im Vorjahr. Der seit 1991 zu beobachtende stetige Abbau des Krankenhausbettenbestandes setzte sich auch im Jahr 2008 fort, jedoch mit einer abnehmenden Intensität: Während im Jahr 2006 die Bettenkapazität um -3,5 % zurückging, nahm diese im Jahr 2007 nur noch um -1,3 % ab und veränderte sich 2008 um lediglich -0,5%. Im Ländervergleich wies Niedersachsen mit 52,6 Betten je 10 000 Einwohner die niedrigste Anzahl an aufgestellten Betten auf und lag damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (61,3 Betten je 10 000 Einwohner).

Auch die Entwicklung der durchschnittlichen Krankenhausaufenthaltsdauer ist seit 1991 durch einen kontinuierlichen Rückgang gekennzeichnet (minus rd. 40 % bis 2008). Die Verweildauer der Patienten betrug im Jahr 2008 durchschnittlich 8,1 Tage (2007: 8,3 Tage) und entsprach somit dem Bundesdurchschnitt. Die Verweildauer war im Landkreis Goslar mit 10,0 Tagen am längsten und im Landkreis Leer mit 6,2 Tagen am geringsten. Die Aufenthaltsdauer in den verschiedenen Fachabteilungen war ebenfalls unterschiedlich lang. Während in der Fachabteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie eine Krankenhausbehandlung mit 53,4 Tagen am längsten dauerte, verbrachten die Patienten in der Fachabteilung Augenheilkunde durchschnittlich nur 3,4 Tage.

Die Krankenhausbettenauslastung lag in 2008 mit 81,0 % zwar geringfügig unter dem Vorjahresniveau (2007: 81,1 %), war jedoch weiterhin höher als im Bundesdurchschnitt (77,4 %).

Die Zahl der vollstationär behandelten Patienten hat sich seit dem Berichtsjahr 2005 kontinuierlich erhöht und erreichte mit 1 541 465 Fällen den zweithöchsten Stand seit 1991. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2008 35 961 bzw. +2,4 % mehr Patienten vollstationär behandelt (2007: 1 505 504). Im Jahr 2008 wurden für vollstationäre Behandlungsfälle insgesamt 12,42 Mio. Berechnungs- und Belegungstage erbracht, gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 0,4 % (2007: 12,47 Mio.).

Diese und weiterführende Informationen enthält der Statistische Bericht A IV 1 – j /2008 "Gesundheitswesen 2008". Er steht im Internet als kostenfreier Download zur Verfügung.

Tabelle und Grafik mit detaillierten Informationen

Ansprechpartner:
Frau Fetter, Tel. 0511 9898 - 2122

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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