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Aufkommen behandelter Elektroaltgeräte in Niedersachsen 2024 um knapp 5% gesunken

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 038 vom 07.04.2026


  • 85.000 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte wurden zur Erstbehandlung abgegeben
  • Vier Fünftel des Abfalls wurden recycelt oder konnten zur Wiederverwendung genutzt werden
  • Größter Abfallposten: „Haushaltskleingeräte ohne Photovoltaikmodule“ mit einem Anteil von 35,2%

HANNOVER. In Niedersachsen wurden im Jahr 2024 rund 85.500 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte entsorgt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Rückgang um 4,5%. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weiter mitteilt, stieg dagegen die erstbehandelte Menge im Bundesdurchschnitt um 1,5% gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2024 betrug der Anteil Niedersachsens am bundesdeutschen Aufkommen 9,3%.

Von der Gesamtmenge des niedersächsischen Abfallaufkommens an Altgeräten konnten 80,8% dem Recycling zugeführt und zur Wiederverwertung vorbereitetet werden (zusammen 69.100 Tonnen). Knapp ein Fünftel des Abfallaufkommens wurde energetisch verwertet oder soweit geeignet in Verfüllstätten entsorgt. Lediglich 834 Tonnen Abfall wurden durch Verbrennung ohne energetische Verwertung beseitigt.

Den größten Anteil am Gesamtaufkommen erstbehandelter Elektro- und Elektronikaltgeräte hatten „Haushaltskleingeräte inklusive Photovoltaikmodule“ mit einem Anteil von 35,2% (rund 30.100 Tonnen). Dazu zählen zum Beispiel Staubsauger, Toaster, Bügeleisen oder Hi-Fi-Anlagen.

Die Abfall-Kategorie „Großgeräte ohne Photovoltaikmodule“ hatte mit 21.800 Tonnen einen Anteil von einem Viertel (25,5%), dazu gehören beispielsweise Waschmaschinen, Wäschetrockner und Elektroherde.

Das dritthöchste Aufkommen wurde in der Gerätekategorie „Bildschirme größer als 100 cm²“ mit rund 11.900 Tonnen (13,9%) registriert. Darunter fallen zum Beispiel Fernseher, Laptops, Notebooks, Tablets und Monitore.

Auf die Abfall-Kategorie „Kleine IT- und Telekommunikationsgeräte“ entfielen rund 11.700 Tonnen (13,6%), zu denen GPS- und Navigationsgeräte, Telefone, Mobiltelefone, Smartphones, Router, PCs und Drucker zählen.

Die Gerätekategorie „Wärmeüberträger“ schließlich umfasste 9.900 Tonnen (11,6%) Altgeräte, in die Kühl- und Gefrier- sowie Klimageräte fallen.


Anlage 1 zur Pressemitteilung (xlsx)

Anlage 2 zur Pressemitteilung (xlsx)
Methodische Hinweise:
Als Erstbehandlung wird die Behandlung von unbehandelten Geräten in der ersten Anlage bezeichnet. Die Geräte werden aussortiert, Teile demontiert oder Schadstoffe entnommen und einer weiteren Behandlung zugeführt. Beim Recycling werden Abfälle so aufbereitet, dass gewonnene Rohstoffe zur Herstellung neuer Produkte genutzt werden können. Bei der Vorbereitung zur Wiederverwendung durch Maßnahmen wie Reparaturen werden Produkte wieder ihrem ursprünglichen Nutzungszweck zugeführt.

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