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Auftragseingänge im September 2022: Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im Vergleich zum Vorjahr um 15% gesunken

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr.129 vom 04.11.2022


HANNOVER. Im September 2022 sank die Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern, verglichen zum Vorjahresmonat. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, verringerten sich die Bestellungen von Industriegütern aus niedersächsischer Produktion preisbereinigt um 15% im Vergleich zum September 2021. Die Inlandsorders erhöhten sich dabei um 13%, die Bestellungen aus dem Ausland gingen gegenüber dem Vorjahresmonat um 32% zurück. Die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Minus von 23%, die Nachfrage nach Vorleistungsgütern verminderte sich um 4%.

Bei den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Orders unter Einfluss des Ukraine-Krieges, Lieferkettenstörungen sowie der anhaltend hohen Inflation wie folgt: Im Vergleich zum September 2021 verringerte sich die Nachfrage beim Sonstigen Fahrzeugbau (-77%), im Maschinenbau (-27%), bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (-21%), bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (-17%) sowie bei der Metallerzeugung und -bearbeitung (-1,2%). Ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat wurde demgegenüber bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+59%) sowie bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+2%) erzielt.

Gegenüber dem Vormonat (August 2022) erhöhte sich die Nachfrage nach Industriegütern um 12%. Die inländischen Bestellungen nahmen im September 2022 um 22% gegenüber dem Vormonat zu, die ausländischen Bestellungen erhöhten sich um 3%. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern stiegen um 20%, während bei der Nachfrage nach Investitionsgütern ein Anstieg von 7% zu verzeichnen war.

Auftragseingänge in Niedersachsen im September 2022 Tabelle und Grafik (xlsx)

Methodische Hinweise:

Ab Januar 2022 werden die Auftragseingänge preisbereinigt veröffentlicht. Grundlage der Indexberechnung ist die Wertsumme für die in einem Berichtsmonat festakzeptierten Aufträge. Diese werden nach den Absatzrichtungen Inland und Ausland unterschieden. Diese Wertsumme wird zu dem entsprechenden Ergebnis für den Monatsdurchschnitt im Basisjahr in Beziehung gesetzt und bildet den Wertindex für einen Wirtschaftszweig. Zur Berechnung des hier genutzten Volumenindex wird noch eine Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes bzw. den Ausfuhrpreisindizes zur Preisbereinigung vorgenommen.

Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).


Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Dr. Anna Holtsch, Tel. 0511 9898-1524
Simon Lehner, Tel. 0511 9898-3335

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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