Logo Landesamt für Statistik Niedersachsen - Link zur Startseite Niedersachsen klar Logo

Auftragseingänge im Januar 2023: Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im Vergleich zum Vorjahr um 10% gesunken

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 026 vom 03.03.2023


HANNOVER. Im Januar 2023 sank die Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern, verglichen zum Vorjahresmonat. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, verringerten sich die Bestellungen von Industriegütern aus niedersächsischer Produktion preisbereinigt um 10% im Vergleich zum Januar 2022. Die Inlandsorders erhöhten sich dabei um 9%, die Bestellungen aus dem Ausland gingen gegenüber dem Vorjahresmonat um 25% zurück. Die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Minus von 11%, die Nachfrage nach Vorleistungsgütern verminderte sich ebenfalls um 11%. Das Ergebnis wurde durch einzelne Großaufträge insgesamt positiv beeinflusst.

Bei den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Orders unter Einfluss des Ukraine-Krieges, von Lieferkettenstörungen sowie der anhaltend hohen Inflation wie folgt: Im Vergleich zum Januar 2022 verringerte sich die Nachfrage beim Maschinenbau (-33%), bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (-27%), bei der Metallerzeugung und -bearbeitung (-25%) sowie bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (-23%). Ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat wurde bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (64%) erzielt.

Gegenüber dem Vormonat (Dezember 2022) ist die Nachfrage nach Industriegütern insgesamt unverändert geblieben. Die inländischen Bestellungen erhöhten sich im Januar 2023 um 22% gegenüber dem Vormonat, die ausländischen Bestellungen verringerten sich um 17%. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern gingen preisbereinigt um 4% zurück, während die Nachfrage nach Investitionsgütern um 1% anstieg.


Auftragseingänge in Niedersachsen im Januar 2023 Tabelle und Grafik (xlsx)

Methodische Hinweise:

Ab Januar 2022 werden die Auftragseingänge preisbereinigt veröffentlicht. Grundlage der Indexberechnung ist die Wertsumme für die in einem Berichtsmonat festakzeptierten Aufträge. Diese werden nach den Absatzrichtungen Inland und Ausland unterschieden. Diese Wertsumme wird zu dem entsprechenden Ergebnis für den Monatsdurchschnitt im Basisjahr in Beziehung gesetzt und bildet den Wertindex für einen Wirtschaftszweig. Zur Berechnung des hier genutzten Volumenindex wird noch eine Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes bzw. den Ausfuhrpreisindizes zur Preisbereinigung vorgenommen.

Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen)

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Dr. Anna Holtsch, Tel. 0511 9898-1524
Lorena Feo Ziemann, Tel. 0511 9898-3342

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2023 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: 0511 9898-1016
Telefax: 0511 9898-991016

E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
https://www.statistik.niedersachsen.de

Twitter: twitter.com/Statistik_NDS
Mastodon: Norden.social/@Statistik_NI
XING: xing.to/LSN

Hinweise zum Datenschutz


Journalistische Anfragen richten Sie bitte an den oben genannten Kontakt.
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln