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Auftragseingänge im Dezember 2025: Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im Vergleich zum Vorjahr um 19% gestiegen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 017 vom 06.02.2026


  • Inlands- und Auslandsbestellungen stiegen um 19%
  • Anstieg der Nachfrage im sonstigen Fahrzeugbau bei 264%

HANNOVER. Im Dezember 2025 verzeichnete die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg. Laut des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) waren die preisbereinigten Bestellungen von niedersächsischen Industriegütern um 19% höher als im Dezember 2024. Sowohl die Inlands- als auch die Auslandsbestellungen legten jeweils um 19% zu. Die Nachfrage nach Investitionsgütern stieg um 22%, wohingegen die Nachfrage nach Verbrauchsgütern um 7% abnahm.

In den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Bestellungen wie folgt: Verglichen mit dem Dezember 2024 stieg die Nachfrage in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+11%), der Herstellung von Metallerzeugnissen (+46%) sowie im sonstigen Fahrzeugbau (+263%). Einen Nachfragerückgang im Dezember 2025 gab es in der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (-11%).

Im Vergleich zum Vormonat (November 2025) fiel die Gesamtnachfrage nach Industriegütern um 9%. Die inländischen Bestellungen sanken um 23%, die ausländischen Bestellungen stiegen um 7%. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern sank preisbereinigt um 5%, die Nachfrage nach Investitionsgütern ging um 11% zurück.

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Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe Niedersachsens im Monat Dezember 2025 (xlsx)


Grafik zur Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe (xlsx)

Methodische Hinweise:
Ab Januar 2022 werden die Auftragseingänge preisbereinigt veröffentlicht. Grundlage der Indexberechnung ist die Wertsumme für die in einem Berichtsmonat festakzeptierten Aufträge. Diese werden nach den Absatzrichtungen Inland und Ausland unterschieden. Diese Wertsumme wird zu dem entsprechenden Ergebnis für den Monatsdurchschnitt im Basisjahr in Beziehung gesetzt und bildet den Wertindex für einen Wirtschaftszweig. Zur Berechnung des hier genutzten Volumenindex wird noch eine Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes bzw. den Ausfuhrpreisindizes zur Preisbereinigung vorgenommen.

Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Franziska Große, Tel. 0511 9898-3320
Hanna Sophia Uecker, Tel. 0511 9898-1017


Über das Landesamt für Statistik Niedersachsen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt auf gesetzlicher Grundlage rund 290 Statistiken zu verschiedenen Themen wie Bevölkerung und Haushalte, Bildung, Erwerbstätigkeit, Finanzen, Wirtschaft und Handel, Industrie oder Umwelt und Energie. Das LSN bietet damit neutrale, verlässliche und fachlich unabhängige Informationen für das Land Niedersachsen, seine Regionen und Kommunen, die mit anderen deutschen und europäischen Daten vergleichbar sind. Diese stehen Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern zu Informations- und Planungszwecken sowie als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung.

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

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