Auftragseingänge im Februar 2026: Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im Vergleich zum Vorjahr um 7% gestiegen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 040 vom 09.04.2026
- Inlandsbestellungen stiegen um 11% gegenüber dem Vorjahresmonat
- Nachfrageplus bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+7%)
- 17% weniger Bestellungen als im Januar 2026
HANNOVER. Im Februar 2026 verzeichnete die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg. Laut des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) waren die preisbereinigten Bestellungen von niedersächsischen Industriegütern um 7% höher als im Februar 2025. Die Inlandsbestellungen legten um 11% zu, die Auslandsnachfrage steigerte sich um 3%. Die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Plus von 8%, die Bestellungen von Verbrauchsgütern sanken hingegen um 14%.
In den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Bestellungen wie folgt: Verglichen mit dem Februar 2025 stieg die Nachfrage unter anderem in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+7%), im Maschinenbau (+8%) sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+7%). Einen Nachfragerückgang im Februar 2026 gab es im sonstigen Fahrzeugbau (-16%).
Im Vergleich zum Vormonat (Januar 2026) verringerte sich die Gesamtnachfrage nach Industriegütern um 17%. Die inländischen Bestellungen nahmen um 14% ab, die ausländischen Bestellungen sanken um 21%. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern ging preisbereinigt um 4% zurück, die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Minus von 23%.
Das neue Dashboard „Wirtschaft in Niedersachsen kompakt“ bietet aktuelle Wirtschaftsdaten für Niedersachsen interaktiv und übersichtlich https://wirtschaft.statistik.niedersachsen.de/.
| Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe Niedersachsens im Monat Februar 2026 (xlsx) |
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| Grafik zur Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe (xlsx) |
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Methodische Hinweise:
Ab Januar 2022 werden die Auftragseingänge preisbereinigt veröffentlicht. Grundlage der Indexberechnung ist die Wertsumme für die in einem Berichtsmonat festakzeptierten Aufträge. Diese werden nach den Absatzrichtungen Inland und Ausland unterschieden. Diese Wertsumme wird zu dem entsprechenden Ergebnis für den Monatsdurchschnitt im Basisjahr in Beziehung gesetzt und bildet den Wertindex für einen Wirtschaftszweig. Zur Berechnung des hier genutzten Volumenindex wird noch eine Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes bzw. den Ausfuhrpreisindizes zur Preisbereinigung vorgenommen.
Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.
Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).
Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.
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