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Auftragseingänge im Juni 2023: Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im Vergleich zum Vorjahr um 16% gestiegen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 079 vom 03.08.2023


  • Nachfrage von Investitionsgütern im Vergleich zum Vorjahresmonat mit Plus von 23%
  • In der Branche „Maschinenbau“ Anstieg um 88% im Vergleich zum Juni 2022
  • Gegenüber Mai 2023 ist die Nachfrage nach Industriegütern um 27% gestiegen

HANNOVER. Im Juni 2023 stieg die Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern, verglichen zum Vorjahresmonat. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, erhöhten sich die Bestellungen von Industriegütern aus niedersächsischer Produktion preisbereinigt um 16% im Vergleich zum Juni 2022. Die Inlandsorders stiegen dabei um 9%, die Bestellungen aus dem Ausland nahmen gegenüber dem Vorjahresmonat um 22% zu. Die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Plus von 23%, die Nachfrage nach Vorleistungsgütern erhöhte sich um 10%.

Bei den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Orders unter dem Einfluss des Ukraine-Krieges, von Lieferkettenstörungen sowie der anhaltenden Inflation wie folgt: Im Vergleich zum Juni 2022 verringerte sich die Nachfrage bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (-6%), bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-9%) sowie bei der Metallerzeugung und -bearbeitung (-7%). Ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat wurde bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (+56%), bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+54%) und beim Maschinenbau (+88%) erzielt.

Gegenüber dem Vormonat (Mai 2023) ist die Nachfrage nach Industriegütern insgesamt um 27% gestiegen. Die inländischen Bestellungen erhöhten sich im Juni 2023 um 9% gegenüber dem Vormonat, die ausländischen Bestellungen legten um 45% zu. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern nahmen preisbereinigt um 19% zu, während die Nachfrage nach Investitionsgütern um 32% anstieg.


Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe Niedersachsens im Monat Juni 2023 (xlsx)

Methodische Hinweise:

Ab Januar 2022 werden die Auftragseingänge preisbereinigt veröffentlicht. Grundlage der Indexberechnung ist die Wertsumme für die in einem Berichtsmonat festakzeptierten Aufträge. Diese werden nach den Absatzrichtungen Inland und Ausland unterschieden. Diese Wertsumme wird zu dem entsprechenden Ergebnis für den Monatsdurchschnitt im Basisjahr in Beziehung gesetzt und bildet den Wertindex für einen Wirtschaftszweig. Zur Berechnung des hier genutzten Volumenindex wird noch eine Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes bzw. den Ausfuhrpreisindizes zur Preisbereinigung vorgenommen.

Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen)

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Johanna Schneider, Tel. 0511 9898-1329
Lorena Feo Ziemann, Tel. 0511 9898-3342

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

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