Klärschlammmenge aus öffentlicher Abwasserbehandlung in Niedersachsen 2024 um 6,1% gestiegen
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 128 vom 23.12.2025
- Weniger Klärschlammaufbringung in der Landwirtschaft
- Thermische Entsorgung mit Höchststand
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Klärschlammverbrennungsanlagen gewinnen an Bedeutung
Wie das LSN weiter mitteilt, wurden 70.100 Tonnen Klärschlammtrockenmasse stofflich wieder dem Boden zugeführt, d.h. bodenbezogen verwertet. Der größte Anteil entfiel auf die Landwirtschaft, die mit 45.100 Tonnen 6,9% weniger aufnahm als 2023. Dahinter folgten die Vererdung und Kompostierung mit zusammen 24.100 Tonnen Trockenmasse. Schließlich wurden knapp 900 Tonnen für eine Verwendung im Rahmen landschaftsbaulicher Maßnahmen gemeldet.
Die thermische Behandlung der Klärschlammtrockenmasse erlaubt die Rückgewinnung von Phosphor, einem in der Natur endlichen Rohstoff, der als Düngemittel wiederverwendet werden kann. Zudem kann die Klärschlammtrockenmasse auch für die Strom- und Wärmegewinnung genutzt werden. Bereits 2023 lag die thermische Verwertung leicht vor der bodenbezogenen Verwertung. Im Jahr 2024 betrug die gesamte thermische Behandlung der Trockenmasse 88.100 Tonnen. Ihr Anteil (53,0%) an der gesamten entsorgten Menge war damit schon fünf Prozentpunkte höher als 2023 (48,0%). Die im Jahr 2024 in Klärschlammverbrennungsanlagen behandelte Menge an Trockenmasse stieg signifikant auf 41.900 Tonnen nach 22.000 Tonnen im Jahr 2023.
Kohlekraftwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Kraftwerke, Zementwerke und andere Anlagen, setzten 2024 zusammen 41.400 Tonnen Klärschlammtrockenmasse als Energieträger zur Mitverbrennung ein. Den größten Anteil hatten Abfallverbrennungsanlagen (19.400 Tonnen). Die thermische Mitbehandlung war im Vergleich zu 2023 um 19,8% auf 41.400 Tonnen gesunken.
Die Art der weiteren Entsorgung der restlichen 7.900 Tonnen Klärschlammtrockenmasse (4,8%) war nicht bekannt.
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