Mindestsicherungsquote in Niedersachsen: Neue Funktion im Regionalatlas Deutschland verbessert regionale Vergleichbarkeit
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 029 vom 23.03.2026
- Künftig Nachbarschaftsvergleiche mit dem „Regionsradar“ möglich
- Mindestsicherungsquote als ein Vergleichsmerkmal
HANNOVER. Die Mindestsicherungsquote in Niedersachsen lag 2024 bei 8,9%. Sie entspricht dem Anteil an Personen in der Bevölkerung, die Leistungen aus den sozialen Mindestsicherungssystemen erhalten. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, zeigt der Nachbarschaftsvergleich beispielsweise für den Landkreis Lüchow-Dannenberg, dass er 2024 mit 8,9% näher am Anteil des benachbarten Landkreises Lüneburg liegt (8,7%) als an den Anteilen der benachbarten Kreise Uelzen (8,0%), Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (7,3%), Prignitz in Brandenburg (9,6%), Stendal (11,5%) und dem Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt (8,2%).
Durch die neue Funktion „Regionsradar“ im Regionalatlas Deutschland werden diese Nachbarschaftsvergleiche zu einer ausgewählten Region jetzt schnell und einfach auf den verschiedenen regionalen Ebenen möglich. Die neue Funktion öffnet sich durch Klick auf das „Tacho“-Item unten in der rechten Leiste. Für die ausgewählte Region werden drei Auswertungen angezeigt: 1. Nachbarschaftsvergleich, 2. Deutschlandvergleich, 3. Platzierung (deutschlandweit).
Deutschlandweit zeigt sich, dass die Mindestsicherungsquote in städtischen Regionen häufig höher ist als in den umgebenden, eher ländlichen Regionen. Ein weiteres Beispiel in Niedersachsen ist die kreisfreie Stadt Osnabrück. Dort lag die Mindestsicherungsquote mit 11,4% über den Werten der benachbarten Kreise (Landkreis Osnabrück: 5,1% und Steinfurt in Nordrhein-Westfalen (7,3%). Direkt vor der Stadt Osnabrück liegt im deutschlandweiten Ranking Nürnberg mit 11,2%.
Für den Landkreis Lüchow-Dannenberg zeigt sich, dass rund 29% aller Kreise und kreisfreien Städte eine höhere Mindestsicherungsquote haben. Neben Lüchow-Dannenberg weisen die Kreise Lippe in Nordrhein-Westfalen und der Main-Kinzig-Kreis in Hessen ebenfalls eine Mindestsicherungsquote von 8,9% auf.
Grundsätzlich zeigt die Karte im Regionalatlas ein Nord-Süd-Gefälle der Mindestsicherungsquote. Unter den Regionen mit den niedrigsten Mindestsicherungsquoten liegen insbesondere ländlichere Kreise im Süden Deutschlands.
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