Niedersächsischer Holzeinschlag stieg 2025 an
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 055 vom 04.06.2026
- 3,6 Millionen Kubikmeter eingeschlagenes Holz (ohne Rinde)
- 9,2% mehr Holzeinschlag als im Jahr 2024
- Weniger Schadholz
HANNOVER. Niedersachsen verzeichnete für das Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg des Holzeinschlags, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt. Insgesamt wurden landesweit rund 3,6 Mio. Kubikmeter Holz (ohne Rinde) geschlagen – ein Plus von 9,2% gegenüber dem Vorjahr. In absoluten Zahlen entspricht das einem Zuwachs von 307.100 Kubikmetern. Trotz dieses Anstiegs lag der Einschlag weiterhin deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre: Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 ergab sich ein Rückgang um 25,2% beziehungsweise rund 1,2 Millionen Kubikmeter.
Den größten Anteil (2,7 Millionen Kubikmeter) am Holzeinschlag machte mit 73,3% weiterhin Nadelholz aus. Dabei teilte sich die Menge in die Gruppen „Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz“ mit 1,2 Millionen Kubikmetern und „Kiefer und Lärche“ mit 1,5 Millionen Kubikmetern auf. Laubhölzer spielten hingegen eine deutlich geringere Rolle. Ihr Anteil lag bei 26,7% des Gesamteinschlags, was rund 972.200 Kubikmetern entsprach. Davon entfielen etwa 143.000 Kubikmeter auf Eiche und Roteiche, während mit 829.200 Kubikmetern der Großteil auf Buche und sonstige Laubhölzer zurückging.
Mehr als die Hälfte des eingeschlagenen Holzes wurde als Stammholz genutzt. Mit fast zwei Millionen Kubikmetern lag dieser Anteil bei 54,3%. Industrieholz machte 31,5% aus, während rund 13,6% für die energetische Nutzung vorgesehen waren.
Deutlich rückläufig ist zudem das sogenannte Schadholz. Im Jahr 2025 entfielen 15,0% des Holzeinschlags auf Holz, das infolge von Schäden eingeschlagen werden musste. Mit insgesamt 546.400 Kubikmetern ist die Menge im Vergleich zu den Vorjahren (807.400 Kubikmeter in 2024) erheblich gesunken. Zum Vergleich: 2023 lag das Schadholzaufkommen bei 1,9 Millionen Kubikmetern und in 2022 sogar bei 4,8 Millionen Kubikmetern.
Nahezu alle Schadursachen, die zum Fällen von Bäumen führten, gingen im Jahr 2025 zurück. Selbst der Insektenbefall verlor dafür an Bedeutung. Einzig sonstige Ursachen, worunter zum Beispiel Pilzerkrankungen zu verstehen sind, nahmen leicht zu. Dennoch blieb der Befall durch Insekten, insbesondere für Fichten, weiterhin das größte Problem. Bei Laubhölzern hingegen war der Schadholzeinschlag hauptursächlich auf Trockenheit (59,3%) zurückzuführen.
Weitere Informationen und Tabellen zur Holzeinschlagsstatistik finden Sie auf der Webseite des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.
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