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Niedersächsische Industrie investierte im Jahr 2021 rund 5,9 Milliarden Euro

Landesamtes für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 132 vom 09.11.2022


HANNOVER.Die niedersächsischen Industriebetriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen investierten im Jahr 2021 rund 5,9 Milliarden Euro in Bauten, Grundstücke, Maschinen und Geschäftsausstattung. Damit gingen die Investitionsausgaben im Jahr 2021 laut Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) um 4,6 % (rund 279 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahr zurück. Die durchschnittliche Investitionsquote, das ist das Verhältnis der getätigten Investitionen zum Umsatz, verringerte sich gegenüber 2020 auf 2,8%. Je beschäftigter Person wurden im Durchschnitt knapp 10.400 Euro investiert, im Jahr 2020 waren es knapp 11.000 Euro.

Mit einem Anteil von rund 42% am Gesamtinvestitionsvolumen war die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen erneut die mit Abstand investitionsstärkste Branche in Niedersachsen. Im Vergleich zum Jahr 2020 verringerten sich die Investitionen 2021 um 12,2% auf rund 2,4 Milliarden Euro.

Die Industriebetriebe zur Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln erreichten mit knapp 822 Millionen Euro (+10,8%) wieder den zweithöchsten Anteil an den niedersächsischen Investitionen. Danach folgte die chemische Industrie mit rund 313 Millionen Euro (+11,6%) und die Gummi- und Kunststoffindustrie mit knapp 276 Millionen Euro (+3,6%). Das Investitionsvolumen bei der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen, das 2020 noch mit Investitionen im Wert von 150 Millionen Euro einen Zuwachs von +150,2% verzeichnen konnte, ging um 39,6% zurück und verringerte sich 2021 damit auf 90,6 Millionen Euro.

Mit rund 5,2 Milliarden Euro flossen mehr als 88% des niedersächsischen Investitionsvolumens in Ausrüstungsgüter, dazu gehören Maschinen, maschinelle Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Im Vergleich zum Jahr 2020 gingen die Investitionen in Ausrüstungsgüter um rund 327 Millionen Euro (-6%) zurück.
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