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Schutzsuchende in Niedersachsen 2024: Ukraine bleibt Hauptherkunftsland

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 002 vom 07.01.2026


  • 30,0% der Schutzsuchenden in Niedersachsen stammen aus der Ukraine
  • Größter Zuwachs bei Schutzsuchenden aus Kolumbien (+37,5%)
  • Mehr als zwei Drittel der Schutzsuchenden im erwerbsfähigen Alter

HANNOVER. Zum Jahresende 2024 waren in Niedersachsen 345.415 Personen als Schutzsuchende im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst. Damit lag ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung bei 4,3%. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, stieg die Zahl der Schutzsuchenden gegenüber dem Vorjahr (2023: 337.300) um 2,4%.

Die größte Gruppe stellten weiterhin Schutzsuchende aus der Ukraine. Mit 103.465 Personen (30,0 %) war die Ukraine wie bereits 2023 das Hauptherkunftsland. Gegenüber dem Vorjahr (99.960) erhöhte sich die Anzahl um 3,5%. Die zweitgrößte Gruppe bildeten Schutzsuchende aus Syrien mit 79.195 Personen (+1,4% gegenüber 2023). Den stärksten Zuwachs an Schutzsuchenden gab es aus dem Herkunftsland Kolumbien. Die Zahl stieg hier um 37,5% auf 7.060 Personen (2023: 5.135 Personen).

Insgesamt waren in Niedersachsen mit 53,8% mehr männliche (185.915) als weibliche (159.495) Schutzsuchende registriert. Bei Schutzsuchenden aus der Ukraine überwog hingegen der Frauenanteil mit 59,6% (61.625 Frauen).

Mehr als zwei Drittel (71,1%) der registrierten Schutzsuchenden im Jahr 2024 waren im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren, nur 5,5% waren über 65 Jahre alt.

Die meisten Schutzsuchenden lebten in der Region Hannover (67.370), gefolgt vom Landkreis Hildesheim (12.510) und dem Emsland (12.230). Die höchsten Anteile von Schutzsuchenden an der jeweiligen Gesamtbevölkerung wiesen im Jahr 2024 die kreisfreien Städte Salzgitter (7,7%), Delmenhorst (6,1%) und Wilhelmshaven (6,0%) auf.

Weitere detaillierte Zahlen und Tabellen zu Schutzsuchenden in Niedersachsen stehen ab sofort auch in der LSN-Online-Datenbank unter der EVAS-Systematik 12531 „Statistik über Schutzsuchende" zur Verfügung.

Methodische Hinweise:
Schutzsuchende sind Ausländerinnen und Ausländer, die sich nach Angaben des AZR unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten.

Zu ihnen zählen Personen,

a) die sich zur Durchführung eines Asylverfahrens in Deutschland aufhalten, wobei über ihr Schutzgesuch noch nicht rechtskräftig entschieden wurde (Schutzsuchende mit offenem Schutzstatus),

b) denen ein befristeter oder unbefristeter Aufenthaltstitel aus dem humanitären Bereich des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) anerkannt wurde (Schutzsuchende mit anerkanntem Schutzstatus),

c) die sich nach einer Ablehnung im Asylverfahren oder nach Verlust des humanitären Aufenthaltstitels in Deutschland aufhalten (Schutzsuchende mit abgelehntem Schutzstatus).

Kontakt:
Justin Naleppa, Tel. 0511 9898-2147
Anett Loth, Tel. 0511 9898-1005


Über das Landesamt für Statistik Niedersachsen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erstellt auf gesetzlicher Grundlage rund 290 Statistiken zu verschiedenen Themen wie Bevölkerung und Haushalte, Bildung, Erwerbstätigkeit, Finanzen, Wirtschaft und Handel, Industrie oder Umwelt und Energie. Das LSN bietet damit neutrale, verlässliche und fachlich unabhängige Informationen für das Land Niedersachsen, seine Regionen und Kommunen, die mit anderen deutschen und europäischen Daten vergleichbar sind. Diese stehen Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern zu Informations- und Planungszwecken sowie als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung.


Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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