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Verbraucherpreise stiegen 2015 um 0,1 Prozent

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen



Datum: 08. Januar 2016
Nummer 02/16


HANNOVER. Binnen Jahresfrist stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) in Niedersachsen nur um 0,1 Prozent und erreichte im Jahresdurchschnitt 2015 den Stand von 106,6 Punkten auf der Basis 2010=100. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) auf der Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte, konnte damit im Jahr 2015 der niedrigste Stand der Teuerungsrate seit dem Jahr 2009 beobachtet werden. Ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, deren Preise oft stark schwanken, würde die Teuerungsrate im Jahresdurchschnitt bei +1,2 Prozent liegen. Der ausschließlich auf Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) bezogene Preisindex würde einen Zuwachs von durchschnittlich 0,9 Prozent verzeichnen.

Deutliche Preisrückgänge gab es 2015 bei Mineralölprodukten. Diese waren maßgeblich beeinflusst durch eine gute Versorgungslage auf den globalen Gas- und Ölmärkten. Neben den hohen Fördermengen der größten Förderländer wie Russland und Saudi-Arabien, drängte auch das stark ausgeweitete Rohöl- und Gasangebot durch das Fracking in den USA auf die Märkte. Die Preise beim Heizöl, Gas und bei den Kraftstoffen wurde dadurch überdurchschnittlich nach unten gedrückt.
Die Heizölpreise sanken das dritte Jahr in Folge, im Jahr 2015 um durchschnittlich 22,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ebenso rückläufig entwickelten sich 2015 die Preise für Gas (-6,0 Prozent) und Kraftstoffe (-10,9 Prozent). Verbraucherinnen und Verbraucher, die insbesondere auf Dieselkraftstoff angewiesen waren, konnten 2015 von gegenüber dem Vorjahr um 14,1 Prozent gesunkenen Preisen profitieren. Beim Superbenzin gingen die Preise um 9,7 Prozent zurück.

Die Wohnungsmieten einschließlich Nebenkosten nahmen um 1,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2015 zu. Friseurleistungen verteuerten sich sogar um 3,6 Prozent. Auch für Brot- und Getreideerzeugnisse (+1,9 Prozent), Obst (+4,2 Prozent) sowie Gemüse (+5,2 Prozent) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher höhere Preise gegenüber dem Vorjahr zahlen. Die Ausgaben für Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen, dazu zählen zum Beispiel Reisen und Restaurantbesuche, stiegen 2015 um 2,9 Prozent gegenüber 2014.

Die vom Landesamt für Statistik Niedersachen monatlich berechneten Daten des VPI werden unverzüglich und tagesgleich mit dem Statistischen Bundesamt im Internet veröffentlicht: Themenbereich Preise, Verdienste und Arbeitskosten - Preisstatistiken.



Kostenfreier Download:

Drei Grafiken und eine Tabelle
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Ansprechpartner:
Torsten Brückner, Tel. 0511 9898-2370
Tanja Eichhorn, Tel. 0511 9898-2351


Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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