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Auftragseingänge im Juni 2019: Nachfrage sank im Vergleich zum Vorjahr um 16%

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 071 vom 05.08.2019



HANNOVER. Die niedersächsische Industrie musste im Juni stark rückläufige Auftragseingänge hinnehmen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gingen die Bestellungen im Vergleich zum Juni des Jahres 2018 um 16% zurück. Die Nachfrage nach niedersächsischen Industrieprodukten im Inland sank um 17%. Die Auslandsbestellungen gingen um 16% zurück. Der Auftragsrückgang traf besonders die Herstellung von Investitionsgütern (-20%), die Aufträge an die Vorleistungsgüterproduktion sanken um 11% unter das Vorjahresniveau.

Für das abgelaufene 1. Halbjahr 2019 ergab sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 ebenfalls ein Rückgang der Nachfrage nach Industrieprodukten von 8%. Während die Inlandsbestellungen ein Minus von 2% verbuchten, nahmen die Auslandsorders mit einem Rückgang von 12% deutlich ab.

Die Entwicklung verlief im Juni 2019 in allen umsatzstarken niedersächsischen Industriebranchen rückläufig. Zweistellige Einbußen bei den Auftragseingängen im Vergleich zum Juni 2018 verbuchten die Herstellung von Metallerzeugnissen (-28%), die Herstellung von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen (-21%), der Maschinenbau (-19%) und die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-15%). Die Metallerzeugung und bearbeitung ( 7%) und die chemische Industrie (-6%) verzeichneten ebenfalls rückläufige Bestellungen.


Tabelle und Grafik



Methodische Hinweise:

Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).


Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.


Kontakt:
Uwe Rode, Tel. 0511 9898–3335
Wolfgang Kaiser, Tel. 0511 9898–3336

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
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Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

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