Logo Landesamt für Statistik Niedersachsen - Link zur Startseite Niedersachen klar Logo

12 Prozent der Beschäftigten in Niedersachsen 2010 mit einem Stundenverdienst unter 8,50 Euro

Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen


Datum: 26. Juli 2012
Nummer 64/12



HANNOVER. Nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen der Verdienststrukturerhebung 2010 erhielten 12 % aller Beschäftigten, die in Betrieben mit zehn und mehr Beschäftigten in Niedersachsen tätig waren, einen Stundenverdienst von weniger als 8,50 Euro. Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen mitteilt, waren die meisten (56 %) davon geringfügig beschäftigt (Minijobber mit einer Einkommensgrenze von 400 Euro), 25 % in Vollzeit und jeder Fünfte in Teilzeit.

Fast zwei Drittel (63 %) der Beschäftigten mit einem Stundenverdienst unter 8,50 Euro waren Frauen. Der überwiegende Teil von diesen (58 %) war in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis.

Aufgestaffelt nach Altersgruppen verdienten – bezogen auf alle Beschäftigten – vor allem die jüngeren Beschäftigten unter 35 Jahren und die Beschäftigten über 65 Jahren unter 8,50 Euro je Stunde. In der Altersgruppe bis 24 Jahren lag der Anteil bei einem Drittel aller Beschäftigten in Niedersachsen. Die Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren lag mit 12 % im niedersächsischen Durchschnitt. Bei Beschäftigten über 65 Jahren verdienten 45 % weniger als 8,50 Euro je Stunde.

In den mittleren Altersgruppen zwischen 35 und 65 Jahren lag der Anteil der Beschäftigten mit weniger als 8,50 Euro in Niedersachsen bei 9 %.

Von den Beschäftigten mit einem Verdienst von unter 8,50 Euro je Stunde waren 58 % der Beschäftigten ohne Berufsausbildung. Rund 40 % hatten eine Berufsausbildung; fast 2 % verfügten sogar über eine Hochschulausbildung.

Hauptbranchen der Beschäftigung mit Stundenlöhnen unter 8,50 Euro waren die „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“, zu denen u. a. die Zeitarbeitsbranche, die Gebäudebetreuung sowie der Garten- und Landschaftsbau gehören, der Handel und das Gastgewerbe. In diesen Branchen arbeiteten in Niedersachsen 56 % aller Beschäftigten, die weniger als 8,50 Euro je Stunde verdienten. Der Anteil der Beschäftigten mit weniger als 8,50 Euro Stundenverdienst an den Gesamtbeschäftigten war in diesen Branchen in Niedersachsen ebenfalls besonders hoch: Jeder Zweite im Gastgewerbe (54 %) und in der Gebäudebetreuung (52 %), mehr als jeder Dritte in der Zeitarbeitsbranche (39 %) und jeder Vierte im Einzelhandel (25 %).

Die Gruppe der Beschäftigten mit einem Verdienst von unter 8,50 Euro je Stunde setzte sich überwiegend aus Hilfsarbeitskräften (39 %), aus Dienstleistungsberufen und Verkäufern (22 %) und aus Bürokräften (18 %) zusammen. 32 % der Beschäftigten mit einem Stundenverdienst von weniger als 8,50 Euro befanden sich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, 12 % in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis.

Bei 92 % der Beschäftigten, die unter 8,50 Euro je Stunde verdienten, war der Arbeitgeber privatwirtschaftlich organisiert, bei 8 % öffentlich-rechtlich. Etwa zwei Drittel (60 %) dieser Beschäftigten war bei nicht tarifgebundenen Arbeitgebern und 40 % bei tarifgebundenen tätig.

Fast zwei Drittel der Beschäftigten mit einem Stundenverdienst von weniger als 8,50 Euro war in kleinen bzw. mittelgroßen Betrieben tätig: Ein Drittel (31 %) hatte einen Arbeitgeber mit 10 bis 49 Beschäftigten, weitere 32 % waren in Betrieben beschäftigt, deren Betriebsgröße zwischen 50 und 249 Beschäftigten lag.

Datenquelle: Aktuelle Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung für das Berichtsjahr 2010 in Betrieben des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereiches mit zehn und mehr Beschäftigten.


Kostenfreier Download:

2 Tabellen mit detaillierten Informationen (PDF)




Ansprechpartnerin:
Frau Fetter, Tel. 0511 9898-2351



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2012 Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-4132

E-Mail: pressestelle(at)lskn.niedersachsen.de
http://www.lskn.niedersachsen.de


Journalistische Anfragen richten Sie bitte an den angegebenen Ansprechpartner.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln