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17,4 % aller Niedersachsen hatten 2014 einen Migrationshintergrund

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen



Datum: 14. Januar 2016
Nummer 04/16



HANNOVER. Im Jahr 2014 lebten in Niedersachsen fast 1,4 Millionen Personen mit einer sogenannten Zuwanderungsgeschichte. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, hatten 17,4 % der 7,8 Millionen Niedersachsen einen Migrationshintergrund. Der entsprechende Bevölkerungsanteil war damit in Niedersachsen um 2,9 Prozentpunkte geringer als im Bundesdurchschnitt.

Mehr als ein Drittel der Menschen mit Migrationshintergrund (37,4 %) waren Deutsche mit eigener Migrationserfahrung, das heißt sie waren selbst nach Deutschland zugewandert. Gut ein Viertel (26,4 %) wurde hingegen in Deutschland geboren und besaß die deutsche Staatsangehörigkeit. Gut ein weiteres Drittel (36,2 %) stellten die Ausländerinnen und Ausländer, die überwiegend selbst nach Deutschland zugewandert waren.

Auf der regionalen Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte lebten die meisten Migrantinnen und Migranten sowie deren Nachkommen in der Stadt Wolfsburg, 33,4 % der Einwohnerinnen und Einwohner hatten einen Migrationshintergrund. Es folgten der Landkreis Cloppenburg (30,8 %) und die Landeshauptstadt Hannover (30,0 %). Der Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte war mit 6,1 % in den Landkreisen Friesland und Wittmund1 sowie den Landkreisen Holzminden (7,0 %) und Aurich (7,3 %) am geringsten.

Dabei hatten in kleinen Gemeinden mit unter 2 000 Einwohnerinnen und Einwohnern durchschnittlich nur 7,9 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. In mittelgroßen Städten und Gemeinden mit 20 000 bis 50 000 Einwohnerinnen und Einwohnern betrug der Anteil 17,2 % und in Großstädten ab 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern hatte bereits ein Viertel der Bewohnerinnen und Bewohner (25,1 %) eine Zuwanderungsgeschichte.

Personen mit Migrationshintergrund waren im Durchschnitt deutlich jünger als Personen ohne Migrationshintergrund. So lag das Durchschnittsalter der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund bei 46,6 Jahren. Migrantinnen und Migranten und deren Nachkommen hatten im Jahr 2014 hingegen ein Durchschnittsalter von 35,3 Jahren. Wobei Personen, die selbst nach Deutschland zugewandert waren, ein durchschnittliches Alter von 45,2 Jahren erreichten. Die Personen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren worden sind, stellten die jüngste Gruppe mit einem Durchschnittsalter von 14,2 Jahren.

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4 Anlagen zur detaillierten Information



Methodische Hinweise:

Zu den Personen mit Migrationshintergrund gehören alle ab 1950 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländerinnen und Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländerin oder Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil.

Beim Mikrozensus wird jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Niedersachsen befragt. Die Ergebnisse dieser Stichprobenerhebung werden auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. Ab dem Mikrozensus 2011 erfolgt die Hochrechnung anhand der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011.

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Neben diesen Daten stehen auf unserer Homepage unter dem Themenbereich „Haushalte und Familien, Mikrozensus und freiwillige Haushaltsbefragungen“ unter dem Punkt Tabellen weitere aktuelle Daten zum Mikrozensus zur Verfügung. Hier finden Sie unter anderem Strukturdaten über private Haushalte sowie Daten zu Erwerbstätigen und Familien. Daneben werden dort Regionaldaten zu den Themen Erwerbspersonen, überwiegender Lebensunterhalt und Schulabschluss veröffentlicht.

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1 Die Landkreise Friesland und Wittmund sowie Uelzen und Lüchow-Dannenberg, Emden und Leer werden im Mikrozensus aus methodischen Gründen nur zusammengefasst ausgewiesen.




Ansprechpartnerinnen:
Frau Driefert, Tel. 0511 9898-1006
Frau Zufall, Tel. 0511 9898-1432

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2016 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
http://www.statistik.niedersachsen.de


Journalistische Anfragen richten Sie bitte an die o. g. Ansprechpartnerinnen.


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