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Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel und Bekleidung bei Alleinerziehenden am höchsten

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 046 vom 06.05.2020



HANNOVER. Alleinerziehende hatten 2018 in Niedersachsen unter allen Haushalts- und Familienformen die höchsten prozentualen Ausgaben für Nahrungsmittel und Bekleidung. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gaben sie 14,9% ihres Konsumbudgets für Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren und Ähnliches aus. Im Durchschnitt aller Haushalte lagen die Ausgaben hierfür lediglich bei 13,5%.

Für Bekleidung und Schuhe wurden von Alleinerziehenden 6,0% ihres Konsumbudgets aufgewendet, während der Durchschnitt aller Haushalte 4,4 % hierfür ausgab. Bei Paaren ohne Kinder fiel dieser Posten mit 3,9% besonders gering aus.

Für alle Haushaltstypen stellten die Kosten für das Wohnen die größte Ausgabe dar. Im Mittel gaben Haushalte in Niedersachsen hierfür mehr als ein Drittel (34,5%) ihres Konsumbudgets aus, bei Alleinerziehenden lagen die Ausgaben mit 36,2% noch darüber. Nur Alleinlebende erreichten mit knapp 40% einen noch höheren Anteil für das Wohnen.

Bei Alleinerziehenden beanspruchten die Ausgaben für den Bereich Verkehr mit nur 9,1% dagegen einen geringeren Anteil ihres Budgets als bei einem durchschnittlichen Haushalt mit 13,8%.

Im Vergleich zum Jahr 2013 verschoben sich die Ausgaben bei Alleinerziehenden deutlicher als bei anderen Haushaltstypen. So stiegen die Ausgaben für Bekleidung und Schuhe um 0,5 Prozentpunkte, während sie bei allen anderen Haushaltstypen gleichblieben oder sogar geringfügig sanken, im Mittel um 0,3 Prozentpunkte. Die Ausgaben für den Verkehr reduzierten sich bei Alleinerziehenden um 2,4 Prozentpunkte, im Mittel aller Haushalte stiegen sie hingegen um 0,3 Prozentpunkte.

Tabelle und Grafik
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Methodische Hinweise:
Diese Zahlen sind das Ergebnis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 (EVS 2018). Diese Erhebung wird von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder alle fünf Jahre durchgeführt. Es handelt sich um eine freiwillige Haushaltserhebung, bei der jeweils rund 60.000 private Haushalte in Deutschland Auskunft zu ihren Ausgaben und Einnahmen, ihren Wohnverhältnissen sowie ihrer Ausstattung mit Gebrauchsgütern geben. In Niedersachsen haben 2018 rund 5.500 Haushalte über einen Zeitraum von drei Monaten ein Haushaltsbuch geführt und weitere ergänzende Fragebogen ausgefüllt.
Die Ergebnisse der EVS ermöglichen Aussagen zur Einkommenssituation, zum Lebensstandard und zu den Verbrauchsverhältnissen der verschiedenen Haushaltsgruppen und letztendlich auch der Gesamtbevölkerung.
Das Konsumbudget wird ermittelt, indem von den Gesamtausgaben, die ein Haushalt tätigt, Steuern und Abgaben (inkl. Beiträge für die Sozialversicherung), Versicherungs- und Mitgliedsbeiträge, Aufwendungen für Zinsen und Tilgung von Krediten sowie Ausgaben für die Bildung von Sach- und Geldvermögen abgezogen werden.
Bei Alleinerziehenden handelt es sich um Personen mit mindestens einem ledigen Kind unter 18 Jahren im Haushalt.

Kontakt:
Annika Hoeft, Tel. 0511 9898-3116
Silke Dahl, Tel. 0511 9898-1432

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2020 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
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Journalistische Anfragen richten Sie bitte an den oben genannten Kontakt.

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