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Auftragseingänge im März 2021: Bestellungen im Vergleich zum Vormonat um 22% gestiegen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 047 vom 05.05.2021



HANNOVER. Die niedersächsische Industrie hat im März 2021 bei den Auftragseingängen deutlich zugelegt. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) stiegen die Bestellungen von Industriegütern aus niedersächsischer Produktion um 22% im Vergleich zum Februar 2021. Während die Inlandsbestellungen um 20% zulegten, stiegen die Auslandsorders um 24%. Die Auftragseingänge für Investitionsgüter sowie für Vorleistungsgüter erzielten jeweils ein Plus von 22% gegenüber dem Vormonat. Die positive Gesamtentwicklung wurde auch durch einzelne Großaufträge im sonstigen Fahrzeugbau beeinflusst.

Überwiegend positiv stellt sich die Entwicklung der umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen dar: Im Vergleich zum Februar 2021 stieg die Nachfrage bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+23%), der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (+23%), dem Maschinenbau (+22%), der Metallerzeugung und -bearbeitung (+22%) sowie der Herstellung von Metallerzeugnissen (+17%). Rückläufige Bestellungen verzeichnete demgegenüber die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-3%).

Da der Monat März 2020 nachdrücklich durch die Einflüsse der Corona-Pandemie auf die niedersächsischen Auftragseingänge geprägt war, ist der Blick auf das „Vor-Corona-Jahr“ 2019 angezeigt. Wenn die durchschnittlichen Aufträge der letzten drei Monate (Januar bis März) von 2021 mit diesem Zeitraum im „Vor-Corona-Jahr“ 2019 verglichen werden, zeigen sich folgende Veränderungsraten: Insgesamt erreichten die Bestellungen 2021 ein durchschnittliches Plus von 3% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen dabei um 2% zu, die Auslandsnachfrage erhöhte sich um 5%. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 nahm die Nachfrage nach Vorleistungsgütern im Jahr 2021 um durchschnittlich 8% zu, während die Nachfrage nach Investitionsgütern unverändert blieb.

Bei der Betrachtung ist zu berücksichtigen, dass es im Februar 2020 in Niedersachsen noch keine erkennbaren Einflüsse der Corona-Epidemie auf die Auftragseingänge gegeben hat.


Tabelle und Grafik:

Excel-Format

(Datei ist nicht barrierefrei)

Methodische Hinweise:
Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).

Hinweise zur Tabelle:
Um die Vergleichbarkeit der Monatswerte des Verarbeitenden Gewerbes mit einem „Vor-Corona-Jahr“ zu gewährleisten, wird die beigefügte Tabelle um die Veränderung gegenüber dem Jahr 2019 ergänzt. Neben der Entwicklung der aktuellen Drei-Monats-Durchschnitte wird dort ab sofort auch der entsprechende Zeitraum bezogen auf das Jahr 2019 abgebildet.


Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Simon Lehner, Tel. 0511 9898-3365
Dr. Anna Holtsch, Tel. 0511 9898-1524

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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