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Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) – Statistikteil 2018 erschienen

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen



Datum: 18. Juli 2018
Nummer 58/18


HANNOVER. Mit dem Bericht 2018 erscheint der Statistikteil der vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung herausgegebenen Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) zum neunten Mal. Erstellt wurde er im Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN).

Die HSBN liefert wichtige Regionaldaten und Analysen für Politik, Verwaltung und Verbände zur Bekämpfung der Armut. Den regional und kommunal Handelnden wird verlässliches Vergleichsmaterial für ihre Region an die Hand gegeben. Im Mittelpunkt steht die Berichterstattung über die Entwicklung der Armut in Niedersachsen. Dabei bedeutet Armut mehr als nur Einkommensarmut oder -ungleichverteilung, sondern auch die mangelnde Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Zwar sind immer mehr Menschen in Arbeit und die Arbeitslosenzahlen gehen seit Jahren zurück, jedoch nicht alle können davon gleichsam profitieren. Im Gegenteil: Die Armutsgefährdungsquote hatte, wie zuletzt vom LSN berichtet, 2016 mit 16,0% ihren Höchststand erreicht. Noch immer war trotz leichtem Rückgang etwa jeder zehnte Mensch in Niedersachsen von Mindestsicherungsleistungen abhängig. Familien bzw. Kinder und Jugendliche waren nach wie vor übermäßig stark von Armut bedroht.

Die Zahlen zur Erwerbstätigkeit zeigen, dass im Jahr 2016 mit 22,3% ein nicht unbeachtlicher Teil der Beschäftigten in einem atypischen Arbeitsverhältnis stand, d.h. in Teilzeit bis unter 21 Stunden, geringfügig, befristet oder in einem Zeitarbeitsverhältnis beschäftigt war. Dies führte dazu, dass es auch unter den Erwerbstätigen viele armutsgefährdete Frauen und Männer gab (2016: 7,3%). Unter den atypisch Beschäftigten waren es 13,8%.

In Bezug auf die Bevölkerungsentwicklung lässt sich feststellen, dass die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner zumindest kurzfristig zugenommen hat. Die Alterung der Gesellschaft und die damit verbundenen Herausforderungen hält dies jedoch nicht auf. Schon jetzt steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen deutlich an. Der größte Teil von ihnen wird von Familienangehörigen gepflegt.

Diese und viele weitere Ergebnisse aus den Themenbereichen Demografie, Lebensformen, Bildung und Qualifikation, Wirtschaft und Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit, Einkommen und Verdienste, relative und „bekämpfte“ Armut, besondere Lebenslagen, Gesundheit und Lebenserwartung, Kinder und Jugendliche sowie Bürgerengagement finden sich in der HSBN wieder.

Die HSBN betrachtet dabei, wenn es möglich ist, die regionalen Unterschiede auf Kreisebene. Im Flächenland Niedersachsen sind die Kreise vielfach sehr heterogen strukturiert. Mithilfe einer Clusteranalyse können sich die Kommunen mit denen vergleichen, die ähnliche Strukturdaten aufweisen.

Der mit zahlreichen Abbildungen ausgestattete Statistikteil kann im Internetangebot des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung kostenlos heruntergeladen werden (https://www.ms.niedersachsen.de/download/132365/HSBN_2018.pdf).

Kontakt:
Herr Prof. Eichhorn, Tel. 0511 9898–2215
Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2018 Landesamt für Statistik Niedersachsen
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Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
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