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Kommunale Verschuldung um 6% gestiegen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 064 vom 17.06.2021



HANNOVER. Nach den Ergebnissen der jährlichen Schuldenstatistik des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) stiegen die Schulden der niedersächsischen Kommunen im Jahr 2020 um 6,0%. Während die eher längerfristigen Wertpapierschulden und Investitionskredite sich um 6,6% erhöhten, nahm der Bestand der Kassen- oder Liquiditätskredite um 0,8% zu. Im Jahr 2019 wurde für den Posten der Kassen- und Liquiditätskredite noch ein deutlicher Rückgang verzeichnet.


Der kommunale Schuldenstand belief sich am 31. Dezember 2020 auf eine Summe von 12.707 Millionen Euro entsprechend 1.589 Euro pro Kopf der niedersächsischen Bevölkerung. Auf die Wertpapierschulden und Investitionskredite entfielen dabei 11.363 Millionen Euro, auf die Kassen- oder Liquiditätskredite 1.344 Millionen Euro.


Danach waren insgesamt 11 Gemeinden und Gemeindeverbände in Niedersachsen komplett schuldenfrei: Stadt Burgwedel, Wagenfeld, Flecken Steyerberg, Stelle, Scheeßel, Zetel, Moormerland, Dötlingen, der Samtgemeindebereich Baddeckenstedt sowie die gemeindefreien Bezirke Lohheide und Osterheide.


Schuldenstände der Gemeinden/Gemeindeverbände 2020 in Niedersachsen
Excel-Format



Von der jährlichen Schuldenstatistik werden auch öffentlich bestimmte Fonds, Einrichtungen und Unternehmen erfasst. Für den kommunalen Sektor belief sich am 31. Dezember 2020 die Verschuldung dieser Einheiten (nicht-öffentlicher Bereich) auf insgesamt 14.679 Millionen Euro, wobei 867 Millionen Euro auf den Bereich der Extrahaushalte entfielen und 13.812 Millionen Euro auf den Bereich der sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen.

Methodischer Hinweis:
Die hier verwendeten Daten beziehen sich auf die originären Kernhaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände. Diese Darstellung ermöglicht einen kleinräumigen Nachweis der Ergebnisse. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht überwiegend den öffentlichen Gesamthaushalt, das heißt Kern- und Extrahaushalte zusammengerechnet. Vor allem durch Zu- und Abgänge in den Kreis der Extrahaushaushalte unterscheiden sich die absoluten Zahlen und Veränderungsraten dadurch teilweise deutlich.

Erläuterungen:
Gesamte Verschuldung: dazu zählen Wertpapierschulden, Kassen- oder Liquiditätskredite und Kredite gegenüber dem nicht-öffentlichen Bereich.

Extrahaushalte: dazu zählen öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, die nach der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen dem Sektor Staat zuzuordnen sind.


Kontakt:
Sascha Ebigt, Tel. 0511 9898-3253

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
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Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

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Journalistische Anfragen richten Sie bitte an den oben genannten Kontakt.

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