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Pflege bleibt weiblich: Auch 2019 waren über 80% der Beschäftigten in Pflegeheimen Frauen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 009 vom 28.01.2021



HANNOVER. Ende 2019 arbeiteten 95.362 Personen in niedersächsischen Pflegeheimen, darunter 79.283 Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 83,1% an allen Beschäftigten. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen weiter mitteilte, arbeiteten 26.439 Personen und damit weniger als ein Drittel aller Beschäftigten in Vollzeit (27,7%). Bei den weiblichen Beschäftigten lag der Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit 24,3% noch etwas niedriger.

Die insgesamt größte Personengruppe war in Teilzeit beschäftigt mit einem Stundenumfang über 50%, aber unter 100% der regulären Arbeitszeit (42,4%; 40.469). Mit einem Stundenumfang von unter 50% der regulären Arbeitszeit arbeiten 13.274 Personen (13,9%), weitere 9.357 Frauen und Männer waren geringfügig beschäftigt (9,8%).

Hinzu kamen Auszubildende oder (Um-) Schülerinnen und -schüler (5,7%; 5.472) sowie Praktikantinnen und Praktikanten und Personen, die ein freiwilliges soziales Jahr bzw. den Bundfreiwilligendienst absolvierten (0,4%; 351).

Berufliche Qualifikation ist vielfältig
In den niedersächsischen Pflegeheimen arbeiteten 20.838 staatlich anerkannte Altenpflegerinnen und -pfleger. Dies entspricht gut einem Fünftel der tätigen Personen. Weitere 5.994 Beschäftigte hatten eine Ausbildung als staatlich anerkannte Altenpflegehelferin beziehungsweise staatlich anerkannter Altenpflegehelfer (6,3%).

Hinzu kamen Beschäftigte mit sehr unterschiedlichen Ausbildungen in Bereichen wie Krankenpflege, Therapeutik, Heilerziehungspflege etc. Die insgesamt größte Personengruppe verfügte über einen sonstigen, nicht pflegerischen Berufsabschluss (28,0%; 26.715). Weitere 11.388 Personen arbeiteten ohne Berufsabschluss (11,9%) in Pflegeheimen. Knapp die Hälfte der Frauen und Männer ohne Berufsabschluss waren überwiegend im Bereich der körperbezogenen Pflege tätig (49,0%; 5.584) und 4.455 Personen im hauswirtschaftlichen Bereich (39,1%).

Von allen in Pflegeheimen beschäftigten Personen arbeiteten 57,9% überwiegend im Bereich der körperbezogenen Pflege (55.237). Ein mit 17.896 Personen (18,8%) ebenfalls großes Tätigkeitsfeld war der Hauswirtschaftsbereich. In der Verwaltung und Geschäftsführung arbeiteten 5.378 Personen (5,6%).

Mehr Pflegeheime, mehr Beschäftigte, mehr Pflegebedürftige
Im Jahr 2019 gab es insgesamt 1.964 Pflegeheime in Niedersachsen, darunter 1.852 Pflegeheime für ältere Menschen. In den Pflegeheimen wurden 96.741 Frauen und Männer in Dauer- oder Kurzzeitpflege sowie 19.968 Personen in teilstationärer Pflege versorgt. Zwei Jahre zuvor gab es in Niedersachen 1.873 Pflegeheime. Damit ist die Anzahl der Pflegeheime innerhalb von zwei Jahren um 4,9% gestiegen. Auch beim Personal in Pflegeheimen gab es einen ähnlich hohen Anstieg (+5,3%; 2017: 90.531). Die Zahl der in Pflegeheimen versorgten Menschen – einschließlich der teilstationär Betreuten – stieg von 111.849 Frauen und Männern 2017 auf 116.709 Personen im Jahr 2019 (+4,3%). Der Anstieg der betreuten Personen ist überwiegend auf den Anstieg der in teilstationärer Pflege versorgten Menschen zurückzuführen.

Methodische Hinweise:
Die Daten stammen aus der alle zwei Jahre zum Stichtag 15. Dezember durchzuführenden Pflegestatistik.
Personen mit Geschlechtsangabe "divers" bzw. "ohne Angabe" (Geschlecht nach § 22 Abs. 3 Personenstandgesetz (PStG)) sind zufällig auf "männlich" oder "weiblich" verteilt. Bezieherinnen und Bezieher von Pflegegeld, die zusätzlich ambulante Pflege erhalten, werden um Doppelerfassungen zu vermeiden, ausschließlich bei den ambulant betreuten Personen gezählt.

Der Statistische Bericht „Gesetzliche Pflegeversicherung – Ergebnisse der Pflegestatistik 2019“, erscheint voraussichtlich im ersten Halbjahr 2021 und kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

Kontakt:
Harald Mann, Tel. 0511 9898-2216
Hanna Köhler, Tel. 0511 9898-2242

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
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Telefon: 0511 9898-1125
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