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Tourismus im Januar 2021: weiterhin starke Rückgänge bei der Zahl der Gäste und Übernachtungen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 036 vom 01.04.2021


HANNOVER. Der auch in das Jahr 2021 hinein verlängerte Lockdown hat die niedersächsischen Beherbergungsbetriebe in ihrer Wirtschaftlichkeit stark beeinträchtigt. Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) hat für den ersten Monat des Jahres 2021 eine Zahl von rund 148.000 angekommenen Gästen ermittelt. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang um 80,5%. Die Zahl der Übernachtungen ging um mehr als zwei Drittel zurück. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat sank die Zahl der gebuchten Übernachtungen um 69,6% auf knapp 623.000.


Bei den Gästen aus dem Ausland sah es ähnlich aus. Ihre Zahl ging im Januar 2021 um 88,8% auf 9.324 zurück. Die Gäste aus dem Ausland buchten im Januar fast 46.000 Übernachtungen (-77,8%). Gäste aus Polen stellten mit 14.460 Übernachtungen das absolut stärkste Kontingent. Zwar ging die Zahl der Übernachtungen polnischer Gäste um rund 40% zurück, der Rückgang fiel damit aber deutlich geringer aus, als bei den Gästen der meisten übrigen Herkunftsländer. Dort lag der Rückgang zumeist zwischen über 70% und 90%. Die Zahl der Übernachtungen polnischer Gäste hatte im Januar einen Anteil von fast einem Drittel (31,5%) an den Übernachtungen ausländischer Gäste.


Die meisten Übernachtungen wurden im Januar mit mehr als 116.000 im Reisegebiet Grafschaft Bentheim – Emsland - Osnabrücker Land gebucht (-52,8%). Besonders die Reisegebiete Ostfriesische Inseln (über 22.000 Übernachtungen; -84,0%) und der Harz (nahezu 49.000 Übernachtungen; -82,9%) mussten massive Rückgänge hinnehmen.

Monatserhebung im Tourismus
Januar 2021
- Schnellbericht -


Detaillierte Informationen bis auf Gemeindeebene sind in circa 14 Tagen in der LSN Online-Datenbank unter der EVAS-Systematik 45412 Monatserhebung im Tourismus abrufbar.

Methodische Hinweise:

Auch zu Beginn des Jahres 2021 waren die Beherbergungsbetriebe durch den Corona bedingten Lockdown stark belastet. Im Januar durften die Betriebe keine privat reisenden Gäste aufnehmen. Es war daher erneut mit einem Ausfall zahlreicher Meldungen zur Monatserhebung im Tourismus zu rechnen. Viele Landesämter verzichteten in dieser Situation darauf, die Beherbergungsbetriebe mit zusätzlichen Mahnverfahren zu belasten.

Für den Berichtsmonat Januar haben in Niedersachsen 4,7% der geöffneten Betriebe keine Meldung abgegeben und wurden geschätzt.


Kontakt:
Dr. Wolfgang Vorwig, Tel. 0511 9898-2347
Heike Sturm, Tel. 0511 9898-2353

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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