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Tourismus im Juni 2020: weiterhin negative Einflüsse durch Corona

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 081 vom 26.08.2020



HANNOVER. Auch im Juni 2020 zeigten sich im niedersächsischen Tourismus negative Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nach vorläufigen Berechnungen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) lag die Zahl der angekommenen Gäste im Juni 2020 mit fast 856.000 um 48,8% unter dem Ergebnis des Monats Juni 2019. Die Zahl der Übernachtungen ging im Juni 2020 um 37,9% auf gut 3,1 Millionen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat zurück.

Die gefragtesten Übernachtungsquartiere waren im Juni die Campingplätze. Die Zahl der dort gebuchten Übernachtungen lag mit nahezu 783.000 ‚nur‘ um 5,7% unter dem Ergebnis des Junis 2019. Auf den niedersächsischen Campingplätzen wurden damit im Juni 2020 über 100.000 Übernachtungen mehr gebucht als in Hotels (rund 674.000 Übernachtungen; -49,3%).

Im ersten Halbjahr 2020 kamen mit über 3,4 Millionen Gästen knapp halb so viele Gäste (-51,9%) nach Niedersachsen als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Darunter waren gut 256.000 Gäste aus dem Ausland (-63,7%).

Insgesamt verzeichneten die niedersächsischen Beherbergungsbetriebe im ersten Halbjahr 2020 einen Rückgang bei der Zahl der gebuchten Übernachtungen von 47,5% auf fast 10,8 Millionen. Darin enthalten waren mehr als 710.000 Übernachtungen von ausländischen Gästen (-58,3%).

Detaillierte Informationen bis auf Gemeindeebene sind in circa 14 Tagen in der LSN Online-Datenbank unter der EVAS-Systematik 45412 Monatserhebung im Tourismus abrufbar.

Monatserhebung im Tourismus
Juni 2020
- Schnellbericht -

Methodische Hinweise:
Die meisten Beherbergungsbetriebe sind aufgrund der aktuellen Corona-Krise wirtschaftlich und organisatorisch außerordentlich belastet. Daher haben viele Statistische Landesämter, so auch das LSN, vorübergehend alle Ordnungswidrigkeiten- und Zwangsgeldverfahren bei fehlenden Meldungen zur Statistik in den letzten Monaten ausgesetzt. Dies hatte zur Folge, dass in zahlreichen Fällen nicht bekannt war, ob der Betrieb geschlossen war, oder doch noch geöffnet hatte. Bei fehlender Rückmeldung ist damit auch ungewiss, in welchem Umfang Übernachtungsgäste trotz der aktuellen Einschränkungen beherbergt worden sind.

Bei statistischen Erhebungen werden Schätzungen vorgenommen, um nicht rechtzeitig eingehende Meldungen in das Ergebnis einfließen lassen zu können. Die Schätzanteile sind in der Regel niedrig und wirken sich nur geringfügig auf die Qualität aus. Häufig können bis zum endgültigen Ergebnis die tatsächlichen Werte der meldenden Betriebe noch aufgenommen werden. Für den Berichtsmonat Juni haben insgesamt 2,9% der Betriebe keine Meldung abgegeben und wurden geschätzt.

Kontakt:
Dr. Wolfgang Vorwig, Tel. 0511 9898-2347
Heike Sturm, Tel. 0511 9898-2353

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
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