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Zahl der Insolvenzen im Jahr 2014 weiterhin rückläufig

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen


Datum: 4. März 2015
Nummer 15/15




HANNOVER. Im Jahr 2014 wurden 16 662 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei den niedersächsischen Amtsgerichten gestellt. Nach Auskunft des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) entspricht dies einem Rückgang um 6,7 Prozent, nachdem im Jahr 2013 insgesamt 17 863 Verfahren gezählt worden waren.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist seit vier Jahren rückläufig. Seit dem historischen Höchststand im Jahr 2010 (14 485 Verfahren) beantragten jedes Jahr weniger Verbraucherinnen und Verbraucher ein Insolvenzverfahren. Im Jahr 2014 wurden 11 613 Verbraucherinsolvenzverfahren gezählt. Dies bedeutete einen Rückgang von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (12 727 Verfahren). Bei 11 391 beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren (98,1 %) kam es im Jahr 2014 zu einer Eröffnung, in 182 Fällen (1,6 %) konnte ein vorgelegter Schuldenbereinigungsplan angenommen werden und 40 Verfahren (0,3 %) wurden mangels Masse abgewiesen. Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen aus den Verbraucherinsolvenzen summierte sich auf 572 Millionen Euro. Pro Kopf bedeutete dies Außenstände in Höhe von 49 282 Euro je Verfahren.

Eine ähnliche Tendenz zeigte sich auch bei den Unternehmensinsolvenzen, deren Zahl bereits seit 2009 kontinuierlich sinkt. Nachdem im Jahr 2013 noch 2 227 Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hatten, ging die Zahl im Jahr 2014 um weitere 41 Verfahren auf 2 186 Fälle beziehungsweise -1,8 Prozent zurück. Zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens gelangten 1 559 Fälle (71,3 %), mangels Masse wurden 627 Verfahren (28,7 %) abgelehnt. 13 379 Arbeitsplätze waren durch die Insolvenz der betroffenen Unternehmen gefährdet. Außerdem wurden Forderungen in Höhe von knapp 2 Milliarden Euro gegenüber den insolventen Unternehmen geltend gemacht.

Weitere 2 863 Insolvenzverfahren entfielen im Jahr 2014 auf natürliche Personen, die zum Beispiel als Gesellschafter tätig waren (68 Fälle), auf Nachlässe und Gesamtgut (274) sowie auf ehemals selbstständig Tätige (2 521).

Ansprechpartner:
Herr Brunotte, 0511 9898 - 1224
Frau Friedrich, 0511 9898 - 4698

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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