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Kaufwertestatistiken Niedersachsen - Methodische Hinweise

Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)


Frau im Hintergrund fügt Balken zu einem Diagramm im Vordergrund hinzu

Die Kaufwertestatistiken für Bauland und landwirtschaftliche Grundstücke sind Sekundärerhebungen von Verwaltungsdaten. In Niedersachsen sind für diese Erhebungen die Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte berichtspflichtig.

Welche Grundstücke werden in den Statistiken nicht erfasst?

Nicht in der Kaufwertestatistik für Bauland erfasst werden:

  • Eigentumsübergänge aufgrund eines Tausches, einer Schenkung, einer Vererbung oder Flurbereinigung sowie aufgrund einer Enteignung oder Zwangsversteigerung,
  • Grundstücke, auf denen ein Bauverbot liegt und die deshalb nicht zum Baugebiet einer Gemeinde zählen sowie
  • land- und forstwirtschaftliche Grundstücke, Ruinen- und Trümmergrundstücke und Grundstücke mit abbruchreifen Gebäuden.

In die Statistik der Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke werden nicht einbezogen:

  • Eigentumsübergänge aufgrund von Flurbereinigungen, Enteignungen und Zwangsversteigerungen,
  • Grundstückserwerbe von Todes wegen oder durch Tausch, Schenkung, Nachlassteilung, Änderung des ehelichen Güterstandes oder von Verwandten in gerader Linie,
  • sowie Grundstücksflächen innerhalb des Gebietes eines Flächennutzungs- und Bebauungsplanes einer Gemeinde, die als baureifes Land, Rohbauland, Industrieland, Land für Verkehrszwecke oder Freiflächen (z. B. Parkanlagen, Spielplätze) verkauft werden.


Wie werden die Kaufwertestatistiken für Bauland und landwirtschaftliche Grundstücke erstellt?

Die Kaufwertestatistiken sind keine Repräsentativerhebungen, sondern umfassen im Prinzip alle Verkaufsfälle, die von den Gutachterausschüssen im Berichtsjahr gemeldet wurden. Daher ist immer zu bedenken, dass die statistischen Massen, aus denen die Ergebnisse der Kaufwertestatistiken ermittelt werden, sich aus jeweils ganz anders gearteten Einzelfällen zusammensetzen können.

Bei beiden Statistiken werden die durchschnittlichen Kaufwerte mit einheitlichen Merkmalen ermittelt. Bei den Kaufwerten für Bauland zählen unter anderem die Merkmale Baulandarten, Gemeindegrößenklassen und Baugebiete dazu. Die Statistik der landwirtschaftlichen Grundstücke erfasst beispielsweise auch die Merkmale Ertragsmesszahl (kennzeichnet die natürliche Ertragsfähigkeit des Bodens) und Flächengrößenklassen.

Die Kaufwertestatistiken liefern regionale Daten auf Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise, zum Teil auch für größere kreisangehörige Städte.

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