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Teilzeitarbeit in den Niederlanden viel häufiger als in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen




Datum: 4. Oktober 2018
Nummer 94/18



HANNOVER. Im Grenzgebiet Niederlande-Deutschland unterschieden sich 2016 die Quoten und Strukturen der Teilzeitarbeit deutlich. Wie die statistischen Ämter für die Niederlande (CBS), für Niedersachsen (LSN) und für Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) im Rahmen des EU-Interreg-Projektes „Arbeitsmarkt in den Grenzregionen D-NL“ mitteilen, gingen mehr als die Hälfte der niederländischen Erwerbstätigen, die in der Grenzregion lebten (53,7%), einer Teilzeittätigkeit nach. Auf deutscher Seite waren es im Durchschnitt 28,3%.

Bei der Differenzierung der Teilzeitquoten nach Geschlecht, Alter und Qualifikation zeigten sich erhebliche strukturelle Unterschiede zwischen den Grenzgebieten. Insgesamt waren vor allem die Frauen teilzeiterwerbstätig: mehr als vier von fünf Frauen (83,1%) in der niederländischen Grenzregion und gut die Hälfte der Frauen (51,6%) in der deutschen Grenzregion. Auch Männer arbeiteten in der niederländischen Grenzregion öfter in Teilzeit (26,8%) als in der deutschen (7,4%).

Nach Alter betrachtet gab es die höchste Teilzeitquote in den deutschen Grenzregionen bei den Älteren, in der niederländischen Grenzregion hingegen bei der jüngsten Altersgruppe. In der niedersächsischen und nordrhein-westfälischen Grenzregion arbeiteten bei den 15- bis unter 25-Jährigen 17,9% in Teilzeit, bei den 55- bis unter 65-Jährigen war es etwa jede dritte Person (34,6%). In der niederländischen Grenzregion hatten die 15- bis unter 25-Jährigen die höchste Teilzeitquote (81,9%) und die die 25- bis unter 45-Jährigen die niedrigste (46,5%).

Nach Höhe der Qualifikation unterscheidet sich die Quote der Teilzeiterwerbstätigen auf deutscher Seite deutlich, auf niederländischer Seite ist dies nur in geringem Maße der Fall. In der deutschen Grenzregion war die Teilzeitquote bei den Hochqualifizierten (19,6%) nur knapp halb so hoch wie bei den geringqualifizierten Erwerbstätigen (36,2%). Auf niederländischer Seite lag der Anteil der Teilzeiterwerbstätigen zwischen 44,1% bei den Hochqualifizierten und 49,7% bei Personen mit mittlerem Qualifikationsniveau.

Den gesamten Bericht stellt das IT.NRW zum Download bereit:

Teilzeitarbeit in der Grenzregion Niederlande und Deutschland




Hinweise:
Der Bericht resultiert aus einer Kooperation zwischen dem Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS), dem Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) und dem Statistischen Landesamt für Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) und ist Teil eines Projektes zum Arbeitsmarkt in den Grenzregionen Deutschland–Niederlande, das durch EU-INTERREG-Fördermittel unterstützt wird. Das Projekt ermöglicht den Zugang zu grenzüberschreitenden Daten und damit einen Vergleich der Arbeitsmärkte in den beteiligten Ländern. Ziel ist, die Barrierewirkung der Grenze für Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen zu reduzieren.

Mit „Grenzgebiet“ oder „Grenzregion“ sind die NUTS 3-Regionen („Nomenclature des unités territoriales statistiques“) an der deutsch-niederländischen Grenze gemeint, die auf der deutschen Seite den Kreisen entsprechen. Dazu gehören in Niedersachsen die Kreise Aurich, Leer, Emsland und Grafschaft Bentheim sowie die kreisfreie Stadt Emden. Daran grenzen in den Niederlanden die Regionen Delfzijl en omgeving, Oost-Groningen, Zuidoost Drenthe, Noord-Overijssel und Twente.


Kontakt:
Dr. Margret Koch-Sterrenberg, Tel. 0511 9898-3111
margret.koch-sterrenberg(at)statistik.niedersachsen.de

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2018 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
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